MITTELALTERLICHES WELTBILD

SEINS - ORDNUNG (Seinspyramide)

Philosophische Begründung:
Augustinus (354-430)
Thomas van Aquin (1225-1274)
Scholastik (Schulwissenschaft des lat. Mittelalters). Versuch, mit Hilfe der Terminologie und der Methoden der griechischen Philosophie (v.a. des Aristoteles) die christlichen Glaubenswahrheiten zugleich als Vernunftwahrheiten nachzuweisen.

CHARAKTERISTI-SCHE DENKWEISEN:
ANALOGIA ENTIS: Ähnlichkeit, Entsprechung allen Seins; irdische Ordnung ist Spiegelbild der kosmischen Ordnung
ORDOGEDANKE: Annahme einer allumfassenden, gottgewollten Ordnung in allen Daseinsbereichen, die kosmische und irdische Ordnung sind gött-lichen Ursprungs
HIERARCHISCHER AUFBAU DES SEINS:

Gestufter, heiliger Aufbau, heilige Ordnung
=>> KIRCHE als Verteidigerin der christlich - scholastischen Philosophie und des aristotelischen Weltbildes
a) zur Erhaltung des Glaubens (scheinbare Überein-stimmung mit dem bibli-schen Weltbild)
b) zur Erhaltung der irdi-schen, gottgewollten (sozia-len) Ordnung

SOZIALE ORDNUNG (Lehenspyramide)
 

Interpretation der Darsstellung
STÖRUNG DIESER ORDNUNG
durch das heliozentrische Weltbild:
Kopernikus (1473 -1543) Hypothese
Galilei (1564 - 1642) Beweis
Kepler (1571 - 1630) Vollendung