Büchner,Georg
Deutscher Dramatiker, geboren in Goddelau bei Darmstadt, gestorben in Zürich.
Tabellarischer Lebenslauf
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17. Oktober 1813
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Georg Büchner
wird in Goddelau (Großherzogtum Hessen/Darmstadt)
als Sohn eines Arztes geboren.
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1816
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Die Familie zieht nach Darmstadt, wo der Vater als Bezirksarzt wirkt |
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26. März 1825
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Georg Büchner wird in das Darmstädter Gymnasium aufgenommen |
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30. März 1831
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Georg Büchner besteht die Reifeprüfung und hält bei der Schlussfeier des Gymnasiums eine Rede in lateinischer Sprache. |
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9. November 1831
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Georg Büchner wird in der Medizinischen
Fakultät der Straßburger Universität
eingeschrieben (Medizin und Naturwissenschaften)
Wohnung bei Joh. Jakob Jaegelé, Freundschaft und Verlobung mit dessen Tochter Wilhelmine (Minna) Auseinandersetzung mit politischen u. sozialen Fragen Bekanntschaft mit dem Pfarrer Joh. Friedrich Oberlin (durch ihn Bekanntschaft mit dem Schicksal von Jakob Michael Reinhold Lenz) Kontakte zu der demokratischen Opposition gegen das „Bürgerkönigtum“ Louis Philipps. Erlebte die Anfänge der sozialen und sozialistischen Bewegung (Lyoner Seidenweberaufstand; Gesellschaft der Menschenrechte; Saint - Simonismus). |
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31. Oktober 1833
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Georg Büchner wird nach seiner Rückkehr aus Straßburg als Student der Medizin in Gießen eingeschrieben. Erfahrungen beim Anatomieunterricht, die er später bei Darstellung des Doktors im ,,Woyzeck“ verwendet. |
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Januar 1834
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Büchners Bekanntschaft mit Friedrich Ludwig Weidig |
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März 1834
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Niederschrift des „Hessischen Landboten“. Mitarbeit des Butzbacher Rektors F.L. Weidig (23. Febr. 1837 Selbstmord im Gefängnis in Untersuchungshaft nach zwei Jahren Gefangenschaft) |
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Juli 1834
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Druck des „Hessischen Landboten“ abgeschlossen. Zusammenkunft der oberhessischen Verschwörer auf der Badenburg. |
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März/April 1834
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Gründung von Organisationen nach Vorbild der gleichnamigen Straßburger Organisation in Gießen und Darmstadt: "Gesellschaft der Menschenrechte." |
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Jan./Febr. 1835
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Niederschrift von „Dantons
Tod“. Mehrere Hausdurchsuchungen und Erhalt einer gerichtlichen
Vorladung; Verhör vor den Untersuchungsrichtern in Offenbach und Friedberg.
Rückzug aus der politischen Diskussion, Übersetzungen, „Lenz“, Arbeit an der Dissertation: „Über die Schädelnerven der Barben“, |
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9. März 1835
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Büchner flieht nach Straßburg. |
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13 Juni 1835
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Steckbrief der hessischen Landesregierung in der Verfolgung Büchners |
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Herbst 1835
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Arbeit an der Erzählung „Lenz“ und Dissertation „Über die Schädelnerven der Barben“ |
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Frübsommer 1836
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Entstehung des Lustspiels „Leonce und Lena“. |
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2. September 1836
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Briefe an den Bruder Wilhelm Büchner: ,,Dabei bin ich gerade daran, sich einige Menschen auf dem Papier totschlagen oder verheiraten zu lassen.“ Die Briefstelle muss als einziger Hinweis Büchners auf die Arbeit am Woyzeck - Stoff betrachtet werden. Der Hinweis auf die Verheiratung bezieht sich wohl auf das Lustspiel. Den Woyzeck - Stoff hatte Büchner vermutlich im Darmstädter Elternhaus in der Bibliothek seines Vaters kennengelernt, da Dr. Ernst Büchner auf Henkes Zeitschrift für die Staatsarzneikunde abonniert war. |
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18.Oktober 1836
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Übersiedlung Büchners nach Zürich, wo er zum Dr. phil. promoviert worden war und nun Vorlesungen der vergleichenden Anatomie halten soll. |
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Winter 1836/37
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Vermutliche Niederschrift der Woyzeck - Szenen |
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2. Februar 1837
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Büchner erkrankt an Typhus |
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19. Februar 1837
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Tod an den Folgen der Typhusinfektion in Zürich, Beisetzung auf dem Friedhof am Zeltberg, 1875 Umbettung auf den Germaniahügel am Zichberg. |
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23. Februar 1837
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Selbstmord Weidigs im Gefängnis |
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1879
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Erste Gesamtausgabe von Büchners Werken durch Karl Emil Franzos, der zum ersten mal in dieser Ausgabe auch die Woyzeck - Szenen abdruckt, die er nach der Handschrift zu entziffern versucht hat. |
Werke in Auswahl:
| 1834 | Der Hessische Landbote |
| 1835 | Dantons Tod |
| 1838 posthum | Lenz |
| 1838 posthum | Leonce und Lena |
| 1838 posthum | Woyzeck |
Wichtige Lebensstation:
| 1813 | Goddelau bei Darmstadt | am 17. 10. als Sohn eines Arztes geboren; Gymnasium in Darmstadt |
| 1831 - 1833 | Straßburg
Gießen |
Student an den Universitäten in Straßburg und Gießen in den Fächern Medizin und Naturwissenschaften. |
| 1834 | Gießen | Gründung von Organisationen nach Vorbild der gleichnamigen Straßburger Organisation in Gießen und Darmstadt: "Gesellschaft der Menschenrechte." Mitarbeiter des Butzbacher Rektors F.L. Weidig |
| 1835 | Straßburg | Flucht nach Straßburg nach Erhalt einer gerichtlichen Vorladung ; Rückzug aus der Politik |
| 1836 | Zürich | Promotion zum Dr. phil. an der Universität Zürich. Habilitation; Privatdozent für vergleichende Anatomie |
| 1837 | Zürich | Tod an den Folgen einer Typhusinfektion in Zürich. |