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Johann Wolfgang von Goethe
Goethe
in seiner Jugend: Ursprünge einer Entwicklung zum Grenzgänger
( 1749 - 1768 )
Hausarbeit zum Seminar: "Der interkulturelle
Goethe. Einführung in Leben und Werk"
Humboldtuniversität Berlin
Institut für Kultur- und Kunstwissenschaften
Sommersemester 1997
Dozent: Dr. Peter Matussek
Verfasserin: Anna-Maria Aurich
4.Semester
Inhaltsverzeichnis
1.- Einleitung.
2.- Das Elternhaus
und die Heimatstadt Frankfurt
3.- Kindheit
und Erziehung.
4.- Leipziger Studienjahre....
5.- Religiosität
und Weltbild..
6.- Zusammenfassung.
7.- Literaturverzeichnis.
1.- Einleitung
Es gibt im deutschsprachigen
Raum wohl kaum jemanden, dem Johann Wolfgang Goethe kein Begriff wäre.
Während seines langen Lebens verfaßte er eine unendliche Fülle
an Schriften, die sich durch unglaubliche Themenvielfalt auszeichnen. Er
setzte sich in seinen Werken mit den Geschehnissen, den Einflüssen
und den Gefühlen seiner Zeit auseinander und versuchte die geistige
und literarische Kultur seiner Epoche poetisch zu verarbeiten.
"Was mich betrifft, so hatte
ich auch wohl im Sinne, etwas Außerordentliches hervorzubringen;
worin es aber bestehen könne, wollte mir nicht deutlich werden.",
schrieb Goethe in seiner Autobiographie.
Diese Arbeit ist ein Versuch
darzustellen, wie schon der junge Johann Wolfgang Goethe zu einer derartigen
Einstellung gelangen konnte. Es soll gezeigt werden, daß bereits
in seiner Kindheit und Jugend Grundsteine für seinen außergewöhnlichen
Werdegang gelegt wurden. Er bewegte sich in vielen Lebensbereichen und
Einstellungen zwischen zwei Positionen und es gelang ihm, diese oftmals
konträren Sichtweisen zu verbinden. In diesem interdisziplinären
Verhalten ging es Goethe nicht um die Vereinigung der Widersprüche,
sondern darum, sie disparater zu machen. Dieser Aufsatz beschäftigt
sich mit der Frage, welchen widersprüchlichen Einwirkungen der junge
Goethe ausgesetzt war und wie er sie bewältigte. Dabei geht es auch
immer wieder darum, inwiefern gerade dieses Grenzgängertum die schöpferische
Produktivität Goethes begünstigte.
Das erste Kapitel
beschäftigt sich mit Goethes Herkunft. Da sind einerseits die
kosmopolitischen Verhältnisse in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main.
Zum anderen soll die Außenseiterstellung der Familie Goethe, speziell
die des Vaters beschrieben werden, die sich nachhaltig auf den Sohn auswirkte.
Anschließend
sollen die familiären Verhältnisse dargestellt werden.
Hier geht es um die außergewöhnlich vielseitige Erziehung, die
Goethe genoß und die die verschiedensten Interessen hervorrief. Auch
sollen einige herausragende Begebenheiten seiner Kindheit beschrieben werden
und wie sie sich auf den jungen Goethe auswirkten.
Im dritten Abschnitt
wird es um die Studienjahre in Leipzig und den ersten Versuch von Eigenständigkeit
gehen. Das dort Erlebte, die auftauchenden Probleme und deren Bewältigung
sollen in diesem Kapitel erörtert werden.
Abschließend
soll noch ein kurzer Einblick in Goethes Weltbild und religiösen Individualismus
geliefert werden. Es handelt sich dabei um die verkürzte Darstellung
der Grundpositionen des jungen Goethe, wobei er einige, geringfügig
abgeändert, sein gesamtes Leben vertrat.
2.- Das Elternhaus
und die Heimatstadt Frankfurt
Johann Wolfgang Goethe wurde
am 28. August 1749 in der Freien Reichsstadt Frankfurt am Main geboren.
Sein Vater,Johann
Caspar Goethe (1710-1782), war der Sohn eines Schneidermeisters
und Gastwirtes. Er wurde sein Leben lang von dem Willen angetrieben, der
Enge der Handwerkerklasse zu entkommen und sozial aufzusteigen. Von seinem
Vater erbte Johann Caspar Goethe ein beträchtliches Vermögen,
das ihn schlagartig zu einem reichen Mann machte.
Er studierte Jura am
Reichskammergericht in Wetzlar und den
Universitäten Leipzig, Straßburg
und Gießen. Nach dem Examen unternahm
Johann Caspar Goethe eine Bildungsreise durch Italien, die ihn ein Leben
lang prägte.
Zurück in Frankfurt
bemühte er sich vergebens um eine Anstellung in der Stadtverwaltung.
Schließlich erkaufte er sich resigniert den Titel eines kaiserlichen
Rates. Dieser stellte ihn zwar formell mit den Mitgliedern der höchsten
Klasse Frankfurts gleich, tatsächlich jedoch betrachtete die Frankfurter
Oligarchie den Emporkömmling nie als einen ihresgleichen und pflegte
nie öffentlichen gesellschaftlichen Umgang mit der Familie Goethe.
Goethes Vater war zeitlebens aus den aristokratischen Kreisen Frankfurts
ausgeschlossen, in Amtskreisen wurde er beargwöhnt und durch seine
preußische Gesinnung während des Siebenjährigen Krieges
trug er ebenfalls nicht zur Erhöhung seiner Popularität bei.
1748
schließlich heiratete Johann Caspar Goethe die siebzehnjährige
Catharina
Elisabeth Textor (1731-1808). Sie
war die älteste Tochter des Frankfurter Schultheißen und stammte
aus einer angesehenen Juristenfamilie. Damit endete der gesellschaftliche
Aufstieg von Johann Caspar Goethe (38 Jahre) und er zog sich in ein dem
Müßiggang gewidmetes Privatleben zurück. Er beschäftigte
sich von nun an mit der Verwaltung seines Vermögens, der Erweiterung
seiner Bücher- und Gemäldesammlungen und der Erziehung seiner
Kinder. Nach der Geburt von Johann Wolfgang folgten noch fünf weitere
Kinder, von denen jedoch nur die fünfzehn Monate jüngere Schwester
Cornelia
das Kindesalter überlebte. Mit Cornelia verband Goethe unter anderem
deswegen ein sehr inniges und liebevolles Verhältnis.
Die alte Reichsstadt Frankfurt
war zum Zeitpunkt von Goethes Geburt "gleichzeitig Provinzstadt und Metropole,
von radikal deutschem und zugleich von selbstbewusst internationalem Gepräge".
In Frankfurt fanden sich Handwerker, Kaufleute, Bankiers, Gastwirte und
andere Gewerbetreibende, die größtenteils sehr kosmopolitisch
ausgerichtete Interessen vertraten. Der Reichtum der Einwohner hatte sich
im Verlauf des 18. Jahrhundert kontinuierlich vermehrt, nicht zuletzt aufgrund
der liberalen, aufgeschlossenen Haltung der Bürger. Sichtbar wurde
diese internationale Atmosphäre sowohl in der Zusammensetzung der
Frankfurter Bevölkerung, als auch in der Sprachen- und Religionsvielfalt.
So gehörte der überwiegende Teil der Bürger dem lutherischen
Glauben an, obwohl Frankfurt die Wahl- und Krönungsstadt der katholischen
Kaiser war; es gab aber auch eine große jüdische, eine katholische
und eine calvinistische Gemeinde. Goethe blieb formell sein Leben lang
Protestant, entwickelte jedoch nach und nach seine eigene Religion.
In diesem besonderen Ambiente
wuchs Johann Wolfgang Goethe auf und es beeinflusste ihn nachhaltig. Dem
freien
Geist Frankfurts und seinen Traditionen blieb er stets treu. Er behielt
zeit seines Lebens die ihm von Haus aus eigene Perspektive eines reichsstädtischen
Patriziers bei. Seine soziale Außenseiterstellung, die er offensichtlich
nie so extrem empfand wie sein Vater, zumal er sich als Frankfurter Patrizier
dem Adel immer durchaus gleichwertig fühlte, konnte er durch den Umzug
nach Weimar überwinden.
3.-
Kindheit und Erziehung
Die räumlichen und geistigen
Einflüsse Frankfurts bilden den Hintergrund für die Entwicklung
des jungen Goethe.
Das Elternhaus
Goethes befand sich am Rande der mittelalterlichen Altstadt Frankfurts.
Durch einen Umbau im Jahre 1755 war aus zwei nebeneinanderliegenden Häusern
ein für Frankfurter Verhältnisse relativ großes
Haus geworden, in dem die Lebenshaltung des gebildeten Bürgertums
der Zeit gepflegt wurde. Es herrschte eine aufgeschlossene und gesellige
Stimmung in dem gastfreundlichen Haushalt.
Catharina
Elisabeth Goethe, die Mutter, war eine fröhliche,
aufgeschlossene, natürliche Person. Sie liebte ihren Sohn ohne Einschränkungen,
wohingegen Goethe sie wohl verehrte und schätzte, ihr aber niemals
derart bedingungslose Liebe entgegenbrachte. Die Mutter nahm regen Anteil
an Goethes gesellschaftlichem Umgang, seinem künstlerischen Werdegang
und seinen emotionalen Belangen. Auf die Erziehung des Sohnes wirkte sie
nur indirekt durch ihre Persönlichkeit ein. Sie war eine begeisterte
Theatergängerin, phantasievolle Erzählerin und großzügige,
warmherzige Gastgeberin. Catharina Elisabeth Goethe förderte in ihrem
Sohn den weltoffenen, toleranten Blick für die Welt und die Menschen.
Sie gab Goethe das "Unverbildete" mit, das einen Teil seiner Wesensart
ausmachte. Die Mutter war, auch bedingt durch ihre Jugend, das Pendant
zum Vater und Verbündete ihrer Kinder.
Der Vater,
Johann
Caspar Goethe, war ein universell gebildeter Mann mit literarischen,
künstlerischen und wissenschaftlichen Interessen, wie man an seiner
umfangreichen Bibliothek und den reichen Sammlungen zeitgenössischer
Malerei und diverser Naturalien sehen kann. Er war ein etwas steifer, ordnungsliebender,
fleißiger und pflichtbewusster Mensch, der sich mit viel Elan, Ehrgeiz
und Ausdauer um die möglichst weitläufige Erziehung seiner Kinder
kümmerte, wobei er weder Kosten noch Mühen scheute. Er liebte
seinen Sohn mit ähnlicher Inbrunst wie die Mutter, nur dass diese
Liebe anders zum Ausdruck kam. Er hatte für Goethe einen genauen
Lebensplan aufgestellt, an den sich der Sohn mit geringen Abwandlungen
und zeitlich etwas verzögert auch nach dem Tod des Vaters hielt. Vorgesehen
war demnach das Studium der Rechte in Leipzig, Promotion an einer der anderen
vom Vater besuchten Universitäten, Praxiserwerb (zum Beispiel am Reichskammergericht
von Wetzlar) und schließlich als Höhepunkt eine ausgedehnte
Bildungsreise durch Italien.
Goethe begann schon früh
sich mit dem Vater zu identifizieren und sah in ihm trotz aller Distanziertheit
durchaus ein nacheiferungswürdiges Vorbild.
In "Dichtung
und Wahrheit" schreibt Goethe:
"Es
ist ein frommer Wunsch aller Väter, das was ihnen selbst abgegangen,
an den Söhnen realisiert zu sehen, so ohngefähr als wenn man
zum zweiten Mal lebte und die Erfahrung des ersten Lebenslaufes nun erst
recht nutzen wollte. Im Gefühl seiner Kenntnisse, in Gewissheit einer
treuen Ausdauer, und im Misstrauen gegen die damaligen Lehrer, nahm der
Vater sich vor, seine Kinder selbst zu unterrichten, und nur soviel als
es nötig schien, einzelne Stunden durch eigentliche Lehrmeister zu
besetzen."
[...]
"Er
[der Vater] schätzte meine angeborenen Gaben um so mehr als sie ihm
mangelten: denn er hatte alles nur durch unsäglichen Fleiß,
Anhaltsamkeit und Wiederholung erworben."
Aus diesem Zitat wird ersichtlich,
dass Goethe zumindest in der Reflexion die Absichten seines Vaters nachvollziehen
konnte und seine Methoden billigte, wenn nicht sogar befürwortete.
Grundsätzlich gibt er jedoch kein sonderlich positives, sondern ein
eher distanziertes Bild von seinem Vater, was dessen Bemühungen nicht
gerecht wird.
Bis auf den kurzen Besuch
einer Spielschule (1752-1755) wurde Goethe
zusammen mit seiner Schwester
Cornelia
von Privatlehrern
und zeitweilig auch von Johann Caspar Goethe selbst unterrichtet. Die Schar
der Privatlehrer war beträchtlich, und der Vater schien ihre Auswahl
bewusst derart zu treffen, dass seine Kinder mit den unterschiedlichsten
Einflüssen des multikulturellen Frankfurts in Berührung kamen.
Goethe erhielt eine umfassende,
viele Gebiete allerdings nur oberflächlich streifende Ausbildung.
Dem Vater war daran gelegen, nicht nur Grundlagen für das Studium
zu vermitteln, sondern auch Goethes künstlerische und gesellschaftliche
Fähigkeiten zu fördern. So bekam Goethe Unterricht in den unterschiedlichsten
Sprachen,
nämlich in Latein, Griechisch, Italienisch, Englisch, Französisch,
Jiddisch und Hebräisch. Es ist sicher falsch anzunehmen, dass er diese
Sprachen alle perfekt beherrschte, aber er besaß sprachliches Talent
und hatte eine schnelle Auffassungsgabe. Er las sich langsam durch die
Bibliothek des Vaters und wurde von diesem früh zum Verse schreiben
angehalten, was damals durchaus üblich war. Außerdem bekam er
Unterrichtsstunden in Geschichte, Geographie, Zeichnen, Musik, Schönschrift,
Tanz, Fechten und Reiten. Es gab keinen Stundenplan, sondern
es wurde recht unsystematisch von jedem etwas gelehrt, wobei Johann Caspar
Goethe das bereits Erreichte streng kontrollierte, den Sohn stets zu neuen
Leistungen anspornte, gleichzeitig aber auch gern jeder neu aufkommenden
Neigung des Sohnes nachkam und diese förderte. Johann Wolfgang Goethe
war sicher kein Wunderkind, aber die etwas chaotische Erziehung kam seinen
vielseitigen Veranlagungen entgegen und half dabei, diese auszubilden.
Der Unterricht fand
gelegentlich mit anderen Kindern statt. Goethe war jedoch kein sehr geselliges
Kind und es kam mit den anderen anscheinend öfters zu Reibereien,
sodass Cornelia und Johann Wolfgang schließlich wieder allein unterrichtet
wurden. Überhaupt pflegte Goethe in seiner Jugend wenig Kontakt mit
Gleichaltrigen, denen gegenüber er sich arrogant, selbstverliebt und
besserwisserisch verhielt. Statt dessen waren seine Gesprächspartner
hauptsächlich erwachsene Freunde des Hauses und natürlich seine
Schwester Cornelia, damals seine engste Vertraute. Angesichts der Zuneigung,
die Goethe von sämtlichen Familienmitgliedern entgegengebracht wurde,
wird deutlich, dass er in emotionaler Geborgenheit groß wurde.
Während seiner Kindheit
ereigneten sich eine Reihe von Geschehnissen, die Goethe nachhaltig
bewegten und ihn in seinem Denken beeinflussten. Von diesen sollen im folgenden
die wichtigsten exemplarisch dargestellt werden:
Am 1. November 1755
fand in Europa eine der gewaltigsten Naturkatastrophen des Jahrhunderts,
das Erdbeben von Lissabon, statt. Dieser Zwischenfall bestürzte
den Jungen zutiefst und löste, laut "Dichtung und Wahrheit", erste
Zweifel an der Güte Gottes aus. Über Goethes komplizierte religiösen
Entwicklung wird in einem der folgenden Kapitel noch näher eingegangen
werden.
Eine zweite bedeutende Phase
in Goethes Jugend stellte der Siebenjährige Krieg dar. Als
dieser Konflikt zwischen Preußen und Österreich 1756
ausbrach, hatte dies unmittelbare Auswirkungen auf das eigene Familienleben.
Goethes Großvater mütterlicherseits, der Schultheiß Johann
Wolfgang Textor, stand auf der Seite Österreichs, wohingegen Goethes
Vater preußisch bzw. fritzisch gesinnt war. Diese unterschiedlichen
Gesinnungen führten erst zu Spannungen, und schließlich zum
offenen Bruch zwischen den Familien. Laut "Dichtung und Wahrheit"
bemerkte Goethe hier durch die Aufteilung des Publikums in zwei entgegengesetzte
Lager das erste Mal die unangenehme "parteiischer Ungerechtigkeit", die
ihn lange an der Urteilsfähigkeit eben dieses Publikums zweifeln ließ.
In direktem Zusammenhang
mit dem Krieg stand auch die Besetzung Frankfurts durch die Franzosen
und die Einquartierung des Königsleutnants Graf
Francois de Thoranc in das Goethesche Haus. Der Vater hatte
mit seinem ungebetenen Gast diverse Schwierigkeiten, der Sohn jedoch freundete
sich mit dem Grafen an und würdigt seine Person in "Dichtung und Wahrheit"
ausführlich. Durch die Präsenz der Franzosen kam Goethe mit dem
französischen Theater und den Stücken Racines und Corneilles
in Berührung. Gegen den Willen des Vaters und mit Unterstützung
der Mutter besucht er, begünstigt durch ein Freibillett des Großvaters,
des Schultheißen, die Aufführungen der französischen
Schauspieltruppe fast täglich und verbesserte dadurch nicht nur
sein Französisch, sondern schloss auch Freundschaft mit einigen Mitgliedern
der Schauspielgruppe.
Eine dritte wichtige Jugenderfahrung
war für Goethe die Bekanntschaft mit Gretchen,
wie er sie nannte, und der Gruppe von Freunden in ihrer Umgebung. Hier
kam Goethe das erste Mal bewusst mit "Menschen aus mittlern, ja, wenn man
will, aus niedern Stande" zusammen. Goethe schätzte Zeit seines Lebens
solche Menschen aus einfachen Verhältnissen, und speziell seine Liebschaften
stammten größtenteils aus dem unteren Mittelstand. Eine Ausnahme
bildete seine spätere Verlobte Anna Elisabeth Schönemann,
genannt Lili, die aus einer reichen frankfurter Bankiersfamilie stammte.
Möglicherweise trug gerade die Tatsache, dass sie ihm gesellschaftlich
ebenbürtig war, zum Scheitern dieser Bindung bei.
Die Einzelheiten der teils
erfundenen, teils tatsächlich erlebten Episode um Gretchen
sollen hier nicht wiedergegeben werden, vielmehr lassen sich an dieser
ersten Liebesbeziehung gut einige typische Verhaltensmuster Goethes
aufzeigen. Deswegen nur die entscheidensten Zusammenhänge in aller
Kürze:
Aufgrund seiner dichterischen
Fähigkeiten machte Goethe die Bekanntschaft mit einer Handvoll junger
Leute, die ihn überredete, Liebesbriefe für einen weniger Begabten
aufzusetzen. Durch diese Gesellschaft lernte er Gretchen kennen, in die
er sich sofort verliebte. Sie war das erste weibliche Wesen, das bleibenden
Eindruck auf ihn hinterließ. Die nächste Zeit verbrachte Goethe
regelmäßig in der geselligen Runde, allerdings hielt er die
abendlichen Treffen bewusst vor seiner Familie geheim. Einige der Gruppenmitglieder
waren jedoch in betrügerische Machenschaften verstrickt, so dass Goethe
schließlich selbst damit in Verbindung gebracht wurde. Die anschließende
gerichtliche
Untersuchung der Vorgänge bewies zwar seine Unschuld, bedeutete
aber auch das Ende der Beziehung zu Gretchen. Seine Reaktion war eine körperliche,
nämlich die Flucht in Krankheit. Tief gekränkt reagierte
Goethe, als er erfuhr, dass Gretchen ihn während der gesamten Zeit
ihrer Bekanntschaft nicht wirklich ernst genommen hatte, sondern in ihm
stets nur das Kind sah. Bewusst wurde ihm aber auch, dass er durch seine
gesellschaftliche Stellung einen schützenden Sonderstatus genoss,
der seinen weniger privilegierten Freunden, insbesondere Gretchen, nicht
vergönnt war.
Die Flucht in eine Krankheit
und das Herstellen von räumlicher Distanz waren typische
Reaktionen Goethes auf schwierige Situationen, besonders wenn es sich
dabei um Herzensangelegenheiten handelte. Ein weiteres wichtiges Instrument
zur Bewältigung von Lebenskrisen, was in dieser frühen Phase
noch nicht zum Tragen kam, war die dichterische Verarbeitung der
Vorkommnisse. Goethe zeichnete sich dadurch aus, dass er "erlebte Wirklichkeit
im Poetischen und als Poetisches in seine Erfahrung" aufnahm.
Goethe erzählt die
Gretchengeschichte in "Dichtung und Wahrheit" vor dem Hintergrund der Krönung
Josephs II. zum Römischen Kaiser im April 1764. Die Festlichkeiten,
die in Frankfurt stattfanden, wurden zu einem seelisch sehr tief gehendem
Erlebnis für Johann Wolfgang Goethe. Die traditionellen Zeremonien
und der darin zum Ausdruck kommende Wert fest geprägter Lebensformen,
legten den Grundstein zu Goethes lebenslanger konservativer Haltung. Er
blieb stets ein konstitutioneller Monarchist und Anhänger einer Ständegesellschaft.
Die Bedeutung von Überlieferung war für Goethe in künstlerischer
und politischer Hinsicht von großer Wichtigkeit.
4.-
Leipziger Studienjahre
Im Oktober 1765
brach Johann Wolfgang Goethe nach Leipzig auf, um dort nach dem Willen
des Vaters sein Jurastudium aufzunehmen. Wäre es nach dem Sechzehnjährigen
gegangen, hätte er in Göttingen Altertumswissenschaften studiert.
Tatsächlich hatte er bei seiner Abreise durchaus vor, sich dem Willen
des Vaters zu widersetzen und in Leipzig von der Jurisprudenz zum "Studium
der Alten" zu wechseln. Dieser Plan wurde ihm von Hofrat
Böhme, der sein Studium betreute, rasch ausgeredet. Die
Abreise hatte etwas Fluchtartiges und Befreiendes. Goethe glaubte von nun
an, Studium und Leben selbst bestimmen zu können und der Kontrolle
des Vaters zu entkommen. Wie man jedoch an dem Scheitern des Studienfachwechsels
sieht, konnte Goethe in Wirklichkeit nicht so unabhängig agieren wie
erhofft.
Das modern gebaute Leipzig
und
der weltläufige Lebensstil der Einwohner beeindruckten Goethe, der
das traditionelle Ambiente Frankfurts gewöhnt war. Er hatte genügend
Geld zur Verfügung im Gegensatz zu den meisten anderen Studenten.
Goethe war durch seine Herkunft sein Leben lang frei von materiellen
Zwängen, was sich zweifelsohne auf Dichtung, Denken und Lebensführung
auswirkte. Diesbezüglich war er in einer wesentlich günstigeren
Lage als viele andere Künstler seiner Zeit.
Die mitgebrachten Empfehlungsschreiben
ermöglichten ihm den Zugang zur Leipziger Gesellschaft, und Hofrätin
Böhme machte Goethe mit den notwendigen Sitten und Gebräuchen
bekannt. Anfangs fiel der Neuling durch den Frankfurter Dialekt und seine
vom Vater zusammengestellte Garderobe auf. Letzteres korrigierte er jedoch
schnell, indem er sich eine moderne Montur anfertigen ließ. Ansonsten
gab er sich selbstbewusst und verhielt sich anderen gegenüber recht
herablassend. Hier kommt eine weitere Besonderheit von Goethes Charakter
zum Tragen. Für ihn bestand interkulturelle Verständigung nicht
in Kompensation der Unterschiede, sondern in Koexistenz beziehungsweise
Konfrontation mit dem Anderen. Das bedeutete für die leipziger Jahre,
dass er seine Eigenarten bewusst beibehielt und sich aus dieser Position
heraus mit seiner Umwelt auseinandersetzte.
An der Universität
besuchte Goethe neben juristischen Veranstaltungen, Gellerts
Literaturvorlesungen
und absolvierte ein dazugehöriges Praktikum. Zusätzlich ging
er, angeregt durch die Bekanntschaft mit Studenten der Medizin und Naturwissenschaften,
zu Mathematik- und Physikvorlesungen, in denen er erstmals klassische
Experimente aus der Newtonschen Optik zu sehen bekam. Außerdem nahm
Goethe Zeichenunterricht bei Adam Friedrich
Oeser, der ihm den klassischen Kunststil und die antiken Ideale
nahebrachte.
Der Enthusiasmus der ersten
Wochen ließ allerdings bald nach und Langeweile setzte ein, weil
Goethe das meiste schon durch den Unterricht des Vaters bekannt war. Er
begann "mit den Leipzigern und mit Leipzig unzufrieden zu werden." Am studentischen
Leben nahm Goethe hauptsächlich als Beobachter teil. Er zog sich
bewusst aus dem gesellschaftlichen Treiben zurück, gleichzeitig fühlte
er sich isoliert. Dieser Widerspruch zwischen Einsamkeit und dem
Verlangen nach Geselligkeit begleitete Goethe bis ins hohe Alter. Vielleicht
lässt sich daraus die Faszination, die Geheimbünde - er trat
später der Freimaurerloge bei - auf ihn ausübten, erklären.
Goethe empfand sich selbst als Außenstehenden unter den Menschen,
dementsprechend suchte er sich herausragende Persönlichkeiten für
seinen Umgang aus. In Leipzig übernahm der elf Jahre ältere Ernst
Wolfgang Behrisch die Rolle des geistigen
Führers und Ratgebers.
Die Abgrenzung von der Leipziger
Gesellschaft hatte aber auch etwas mit der entstehenden Liebe zu Anna
Katharina Schönkopf, genannt
Kätchen, zu tun. Sie war die Tochter des Gastwirtes, bei dem Goethe
ab 1766 den Mittagstisch besuchte, also keine standesgemäße
Liebe. Goethe hielt diese Liaison bewusst geheim, sie hätte sein Ansehen
in der Öffentlichkeit geschmälert. "Für den jungen Goethe
war dieses Liebeserlebnis kein leichtsinniges Getändel, sondern eine
tiefernste Angelegenheit, obwohl von vornherein eine Liebe ohne Hoffnung,
weil ohne Aussichten auf eheliche Bindung, und doch eine Liebe, die ihn
innerlich verzehrte, von der er aber nicht lassen konnte."
Das stimmt sicher nur teilweise.
Goethe verliebte sich oft und leidenschaftlich, er schien allerdings mehr
das Gefühl des Verliebtseins als den tatsächlichen Umgang mit
der Geliebten zu suchen. Seine Liebschaften waren dabei immer extrem problembeladen,
und vielleicht gerade deshalb ausgesprochen produktive Lebensphasen. Es
handelte sich meistens um Frauen, die aus irgendeinem Grund unerreichbar
waren, zum Beispiel weil sie schon versprochen waren, oder - wie Kätchen
- nicht seinem gesellschaftlichen Rang entsprachen. Wie bereits erwähnt,
verarbeitete der Dichter Erlebnisse und Gefühle in seinen Werken.
So hatte auch die von Eifersüchteleien gebeutelte Beziehung zu Annette,
wie Goethe sie nannte, positive Auswirkungen auf seine künstlerische
Arbeit.
Durch vernichtende Kritik
Gellerts
an Goethes literarischen Versuchen war anfangs in Leipzig eine sechsmonatige
Schaffenspause eingetreten, einhergehend mit Zweifeln an der eigenen schriftstellerischen
Begabung, was zur Verbrennung seiner Jugendarbeiten führte. Nun entstanden
die Gedichte "An Annetten" (1766/67; zwei
andere Gedichte aus der Zeit). Im April 1768
trennte Johann Wolfgang Goethe sich von Kätchen, um schon bald zu
merken, dass das ein nicht rückgängig zu machender Fehler gewesen
war. Mit dem Schäferspiel "Die Laune des Verliebten"
(1767/68) und dem Intrigenstück "Die Mitschuldigen"
(1768/69) thematisierte Goethe diese Episode seines Lebens.
Viele Werke Goethes
beschäftigen sich mit dem Spannungsverhältnis, das er
zwischen Dichtung und Erfüllung in der Liebe sah. Auch hier kam wieder
der Zwiespalt zwischen
° Freiheit und Ungebundenheit
auf der einen Seite, und dem
° Wunsch nach Liebe,
Nähe und Geborgenheit auf der anderen Seite zum Vorschein.
Goethe wollte eine "Dichtung
des unablässigen Begehrens" schaffen. Als zwangsläufige Folge
der realen Erfüllung dieses Begehrens befürchtete er das Ende
seiner Dichtkunst. Deswegen konnte Goethe nur "auf Distanz" lieben. Aus
Angst vor der Verantwortung einer seriösen Bindung und dem eventuell
daraus resultierenden geregelten bürgerlichen Dasein ergriff Goethe
mehrmals in seinem Leben die Flucht, unter anderem 1775 vor der Ehe mit
Lili
Schönemann. Seine schöpferische Kreativität war gebunden
an eine Lebensgestaltung außerhalb bzw. am Rand der bürgerlichen
Gesellschaft, also als Außenseiter.
Am 1. September 1768
kehrte Johann Wolfgang Goethe zurück nach Frankfurt.
Erneut hatte er auf seelische Unausgeglichenheit mit Krankheit reagiert.
Diesmal erzwang der körperliche Zusammenbruch den Abbruch des Studiums,
ohne den vom Vater ersehnten Abschluss. Bei der Rückreise nach Frankfurt
fühlte Goethe sich wie ein "Schiffbrüchiger". Johann Caspar Goethe
konnte die Enttäuschung über das Scheitern des Sohnes nicht verbergen,
so sehr er sich auch bemühte. Die Atmosphäre zwischen Vater und
Sohn war gespannt, während Mutter und Schwester den Heimkehrer verwöhnten
und dafür sorgten, dass der knapp dem Tod Entronnene langsam wieder
zu Kräften kam. In diese Zeit fällt eine verstärkte Auseinandersetzung
mit Gott und dem eigenen Glauben, der Gegenstand des nächsten
Kapitels sein wird.
5.- Religiosität
und Weltbild
Goethe wuchs in einem protestantischen
Elternhaus auf. Zu seiner Erziehung gehörte auch Religionsunterricht,
und in "Dichtung und Wahrheit" berichtet Goethe über die ausführliche
Beschäftigung mit dem Alten und Neuen Testament.
Goethes Glaube war stets
der an eine natürliche Religion. Er sah in ihr eine den Umgang
der Menschen mit- und untereinander ordnende Macht. Das dualistische Weltbild
des Christentums teilte Goethe nicht, ebensowenig wie die Auffassung von
der Inspiration der Bibel. Nachdem er die Bibel unter der kritischen
Anleitung Johann Gottfried Herders
in Straßburg erneut gelesen hatte, war
sie für ihn "ein Volksbuch historischen
Inhalts".
Aus "Dichtung
und Wahrheit" stammt folgendes Zitat, das Goethes religiöse
Anschauung sehr gut wiedergibt:
"Die
allgemeine, die natürliche Religion bedarf eigentlich keines Glaubens:
denn die Überzeugung, dass ein großes, hervorbringendes, ordnendes
und leitendes Wesen sich gleichsam hinter der Natur verberge, um sich fasslich
zu machen, eine solche Überzeugung drängt sich einem jeden auf;
[...]".
Die Vorstellung von einem
Schöpfergott und dessen Walten in der Natur, also die Offenbarung
einer höheren Ordnung in ihr, hatte zur Folge, dass die Naturwissenschaft
Goethes einen religiösen Charakter bekam. "Wissenschaft
ist für Goethe ein Weg, der zu religiöser Erkenntnis führt,
weil er die Gottgeordnetheit der Welt zeigt; Kunst ist ebenfalls
ein
Weg zum Religiösen, indem sie durch Schönheit und Innerlichkeit
in diesen Bereich führt." Daraus resultiert zwangsläufig, dass
der Mensch, wenn er eine Beziehung zur Natur hat, auch eine Beziehung zu
Gott haben muss. Ein weiteres Ergebnis dieser Überlegungen ist, dass
wer respektvoll und verehrend wissenschaftlich oder künstlerisch tätig
ist, keine kirchlichen Bindungen benötigt. Goethe deutete seine (natur-)
wissenschaftlichen Erkenntnisse darüber hinaus meist kulturhistorisch
und gab ihnen dadurch eine neue Bedeutungsdimension.
Goethe selbst entfernte
sich in Leipzig immer mehr von der Kirche und löste sich später
ganz von ihr. Das war ihm möglich, weil er sich im Gegensatz zu anderen
Künstlern seiner Zeit nie an eine kirchliche oder staatliche Institution
derart binden musste, dass die Religionszugehörigkeit hätte genau
definiert werden müssen.
Zurück in Frankfurt
fand er durch eine Freundin des Hauses, Susanne
von Klettenberg, Zugang zu pietistischen
Kreisen, mit denen auch Goethes Mutter sympathisierte. Fräulein von
Klettenberg vermittelte Goethe die religiöse Vorstellungswelt des
Pietismus. Sie wies ihn auf die Natur als zeugende Kraft für den
Menschen hin und regte ihn zum Studium Spinozas
an, das er in den folgenden Jahren noch vertiefte. Daraus entwickelte Goethe
schließlich die pantheistische Auffassung, nach der Gott das
Leben des Weltalls selbst ist, also die Einheit von Dasein und Göttlichkeit.
So lässt sich auch Goethes starkes Naturgefühl erklären,
das aus dem unmittelbaren Erleben der Natur hervorging. Goethe verband
materielle und idealistische Komponenten in seinem monistischen Weltverständnis.
ERDGEIST.
In Lebensfluten, im Tatensturm
Wall' ich auf und ab,
Webe hin und her!
Geburt und Grab,
Ein ewiges Meer,
Ein wechselnd Weben,
Ein glühend Leben,
So schaff' ich am sausenden Webstuhl der Zeit
Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid. |
In seinem Leben kam es Goethe
auf die Herausbildung individueller Interessen, Wünsche, Sehnsüchte,
Hoffnungen und ähnliches an. Das Ideal war für ihn der Tatmensch,
nicht der Gelehrte. Die tätige Weltanschauung Goethes zeigt
sich an seinem nie ermüdenden Forscherdrang. Die Entfaltung des Ichs
und die Annäherung an das Göttliche waren für Goethe erreichbar
durch ein mit allen Sinnes- und Geisteskräften vollzogenes Erleben
der dinglichen Welt. Eng damit verbunden war die Vorstellung vom Orginalgenie,
das mit Gott und der Natur verbunden ist und "sich selbst die gesellschaftlichen
und ästhetischen Regeln und Gesetze gibt". Kreativität stand
für den Künstler Goethe in einem Spannungsverhältnis zu
der Umwelt und bedeutete Destruktion der vorgegebenen kulturellen Ordnung,
um zu neuen Erkenntnissen zu kommen.
Auch in der Liebe
sah Goethe einen kosmisch-religiösen Moment, wobei Liebe für
ihn immer den ganzen Menschen meint.
"Hier
erfasst er im Endlichen das Unendliche. Unsere Welt ist Zweiheit, Polarität,
und jeder Liebesvollzug Gleichnis einer letzten Einheit, von der alles
ausgeht und in die alles wiederkehrt."
7.- Zusammenfassung
Das Leben des jungen Johann
Wolfgang Goethe war von der ewigen Suche nach sich selbst, der eigenen
Bestimmung und dem Platz in der Zukunft bestimmt. Seine Person befand sich
in ständiger Spannung und kreativer Auseinandersetzung mit seinem
Umfeld. Durch sein Elternhaus bekam Goethe den nötigen politischen
und kulturellen Horizont, die finanzielle und geistige Eigenständigkeit
und das Selbstbewusstsein mit, um sein weiteres Leben unabhängig zu
gestalten. Die Poesie, auf deren Entwicklung in dieser Arbeit kaum eingegangen
wurde, spielte in Goethes Leben von Anfang an eine entscheidende Rolle
und wurde für ihn zum Mittel der Verarbeitung von Erlebnissen und
Gefühlen.
Goethe befand sich
letztlich sein ganzes Leben lang in ständiger Veränderung und
Reflexion, sowohl was seine eigene Person betraf als auch in Bezug auf
seine Umwelt. Gerade diese Eigenschaft machte zum großen Teil seine
Besonderheit aus.
8.- Literaturverzeichnis
Bode, Wilhelm: Goethes Liebesleben.
Berlin: G. S. Mittler & Sohn, 1914.
Boerner, Peter: Johann Wolfgang
von Goethe. Ein Band aus der Reihe Rowohlts Monographien, Hamburg: Rowohlt
Taschenbuchverlag GmbH, 1964.
Boyle, Nicholas: Goethe: der
Dichter in seiner Zeit. Band I: 1749-1790. München: Verlag C. H. Beck,
1995.
Friedenthal, Richard: Goethe:
sein Leben und seine Zeit. München: R. Piper & Co. Verlag, 1963.
Goethe, Johann Wolfgang: Aus
meinem Leben: Dichtung und Wahrheit. Berlin und Weimar: Aufbau-Verlag,
1964.
Goldschmit-Jentner, Rudolf K.:
Goethe: eine Bildbiographie. München: Kindler Verlag GmbH, 1981.
Hermes Handlexikon: Johann Wolfgang
Goethe: Leben, Werk, Wirkung. Düsseldorf: Econ Taschenbuch Verlag
GmbH, 1983.
Malsch, Gabriele: Lyrik des
jungen Goethe. Stuttgart: Ernst Klett Schulbuchverlag, 1990.
Schafarschik, Walter (Hrsg.):
Johann Wolfgang Goethe: Aus meinem Leben: Dichtung und Wahrheit. Eine Auswahl.
Stuttgart: Philipp Reclam jun. GmbH & Co., 1993.
Schaper, Christine (Hrsg.):
Goethe in Leipzig 1765-1768: Bruchstücke einer Konfession. 2. Aufl.,
Leipzig: Insel-Verlag Anton Kippenberg, 1991.
Siepmann, Thomas: Lektürehilfen
Johann Wolfgang von Goethe "Die Leiden des jungen Werther". 4. Aufl., Stuttgart;
Dresden: Ernst Klett Verlag für Wissen und Bildung, 1995.
Trunz, Erich: Weltbild und Dichtung
im Zeitalter Goethes: acht Studien. Weimar: Verlag Hermann Böhlaus
Nachfolger, 1993.
Viebahn, Georg E.: Goethe und
die Frauen: aus dem Leben des vom Eros Bewegten. Frankfurt am Main: Haag
und Herchen, 1992.Wachsmuth, Bruno (Hrsg.): Goethe: Von Mensch und Menschheit:
aus seinem Dichten und Denken. Leipzig: Insel-Verlag, 1949.
Zimmermann, Rolf Christian:
Das Weltbild des jungen Goethe. Studien zur hermetischen Tradition des
deutschen 18. Jahrhunderts. Band II: Interpretation und Dokumentation.
München: Wilhelm Fink Verlag, 1979.
Tabellarische Gesamtbiographie
Deutsch
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