Das Distichon

Gattungsmerkmale
Name: griechisch "Zweizeiler"
Bestimmung: Das Distichon ist ein Doppelvers, in dem ein Hexameter mit einem Pentameter zu einer zweizeiligen Strophe entweder als lyrische Texteinheit (z.B Epigramm) oder fortlaufend in einem Gedicht (Elegie) verbunden wird:
Im Héxámeter stéigt des Spríngquells flússige Sáule./
     Im Péntámeter dráuf fállt sie melódisch heráb (Schiller, "Das Distichon").
Das Distichon entstand in Verbindung mit der gireichisch - römischen Elegie. Deutsche Nachbildungen des elegischen Distichons gibt es seit dem Barock, zunächst gereimt, dann seit J. Chr. gottsched reimlos, bei F. G. Klopstock, Schiller ("Der Spaziergang"), Goethe ("Römische Elegien") und J. Ch. F. Hölderlin ("Brot und Wein")
[nach Schülerduden Literatur]