Foto: 
Musikant 
und 
Mundschenk. 
Aus dem 
Buch: 
Hafis 
Liebes-
gedichte, 
1980 
erschienen 
Johann Wolfgang von Goethe
Der west - östliche Divan
Entstehungszeit: 1814 - 1819/20. 
(Erstdruck: 1819. )

Einzelne Gedichte dieses großen lyrischen Spätwerks erschienen noch vor Drucklegung des ganzen Werkes in verschiedenen Kulturzeitschriften. In Anlehnung an die klassische Dichtung Persiens (Hafis!) dichtete Goethe Verse von einzigartiger Schönheit. Hugo von Hofmannsthal erhebt in Bewunderung für Goethe den "Divan" in den Rang einer Bibel. Wesentliche Inspiration für den Fortgang der einzelnen "Bücher" (Kapitel) des "Divan" kam von Marianne von Willemer, Mündel und spätere Ehefrau des Bankiers von Willemer. 
In der west-östlichen Gedichtsammlung (Gedichtsammlung (Divan = Sammlung, Versammlung) figuriert Marianne als "Suleika", Goethe selbst als "Hatem". Einige Gedichte  stammen aus Mariannes Feder, was sie erst als alte Dame dem Germanisten und Kulturhistoriker Herman Grimm anvertraute. Eine der Botschaften des "Divan"- Dichters lautet:
"...denn das Leben ist die Liebe, und des Lebens Leben Geist". 
Das "Buch des Schenken" enthält einige homoerotische Szenen. Sie gaben unter Amerikas Germanisten seit jüngster Zeit Anlass zu der Vermutung, dass Goethe selbst die physische Seite der Männerliebe keineswegs strikt ablehnte.
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