Römische Elegie V

Biographischer Kontext: 

  • 1786-88:  Erste Italienreise; intensive Beschäftigung mit antiker Kunst, Umarbeitung der "Iphigenie" in fünffüßige Jamben
  • 1788:     Wohngemeinschaft mit Christiane Vulpius
  • 1789:     Französische Revolution
  • 1788-90:  Römische Elegien nach dem Vorbild der Antike (Tibull, Properz, Catull, [Ovid])
  • Elegie: In der Antike jedes Gedicht im elegischen Versmaß: in Distichen; speziell: ein lyrisch - episches Gedicht aus Distichen bestehend:
    Hexameter: -vv|-vv|-vv|-vv|-vv|-x, aus sechs Daktylen
    Pentameter: -vv|-vv|- .||-vv|-vv|- . trotz Namen aus sechs Daktylen, aber Diärese  nach der dritten 
    THEMA: Rezeption der antiken Kultur durch das lyrische Ich.
    FOLGE: Größere Sensibilität für die Wirklichkeit: Vorwelt (Antike), Mitwelt (Gegenwart)
     
    PROGRAMM:  Wiedervereinigung des Getrennten bezüglich: 
    ° des Menschen:
    ° der Geschichte:
    - Nachsinnen / Vernunft  - Sinnlichkeit / Gefühl
    - Antike  - Gegenwart
    Dreiphasige Geschichte:
    1. Naive Harmonie zwischen Geist und Natur: Antike (naive Dichtung)
    2. Verlust der Harmonie
    3. Neuerwerbung der Harmonie zwischen Geist und Natur durch Selbstbildung als 
        ethische Leistung Humanität/Toleranz/Maß) (Sentimentalische Dichtung, s. Kasten)
     
    INHALTS-STRUKTUR
    I. - II. Beschäftigung mit den Werken der Antike
    =>Neues Nachsinnen
    .
    III. - IX: Beschäftigung mit der Geliebten
    => Neue Sinnlichkeit
    .
    X. Renimiszenz an klassisch - römische Dichter
    .
    Bewusstseinsstand und Lebensgefühl des lyrischen Ich:
     ==> neue Sensibilität: Vereinigung von Vernunft und Sinnlichkeit / Altertum und Gegenwart 
    Text
    Interpretation
    Tafelbild / Folie