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Fachbereich Deutsch
Drama

Friedrich Schller
Die Räuber[ Nutzungshinweis ]

Vorbemerkungen zur Behandlung des zweiten Aktes
Der zweite Akt stellt die beiden Brüder Franz und Karl in ihren gegensätzlichen Wirkungsbereichen kontrastiv gegenüber. 
Die SchülerInnen sollten anhand von Einzelanalysen erkennen, dass

II,1
- Franz eine Methode sucht, wie er seinen Vater töten kann, ohne dass ihm Indizien des Mordes nachgewiesen werden können (den Körper von der Psyche her zerstören),
- die radikale materialistische Weltsicht Grundlage seines Handelns bildet,
- Franz durch Schmeicheleien und falsche Versprechungen Hermann als Gehilfen für seinen heimtückischen Plan gewinnt,
(Einzelanalyse in IIAKT-1.TAF)

II,2
- die Zerstörungsmethode von Franz/Hermann schamlos die Vatergefühle des Alten Moor benutzt, um diesen durch Selbstvorwürfe zur Verzweiflung zu treiben,
- der höhnende Triumph von Franz über sein geglücktes Tötungs-„Werk" und sein angekündigtes Regierungsprogramm auch als Gegenentwurf eines autonomen Genies verstanden werden kann,
 (Einzelanalyse in IIAKT-2.TAF)

II,3
- der Bericht von Razmann und (später) Schweizer über Karls Taten diesen als edlen Räuber und im Gegensatz zu Spiegelberg erscheinen lassen,
- die Verstrickung Karls in die Verbrechen seiner Bande seine tragische Situation aufscheinen lässt,
- der Fluchtversuch Karls aus dieser tragischen Konstellation durch äußeren Situationszwang (Einkesselung) vereitelt wird,
- Karl sich selbst deutet als Vollzugsorgan einer höheren Gerechtigkeit gegen die Korruption in Gesellschaft und Kirche.
(Einzelanalyse in IIAKT-3.TAF)

© H. Kerber 1995 | 2007 | 2009

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