Der dritte Akt zeigt in der ersten Szene Franz in seiner Brutalität
bei seinem Werben um Amalia.
Diesbezüglich liegt eine Variation, aber auch eine Steigerung
von I, 3 vor.
Die zweite Szene zeigt Karl äußerlich auf dem Höhepunkt
seiner Macht. Er hat gerade den Kampf gegen die ihn einschließenden
böhmischen Reiter gewonnen. Den SchülerInnen sollte deutlich
werden, dass
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Karl durch den gewonnenen Kampf einen äußeren Höhepunkt
an Macht erreicht hat,
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seine tragische Weltsicht (untergehende Sonne als Symbol) aber einen inneren
Zusammenbruch in ihm auslöst,
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die Sehnsucht nach dem „einfachen" Leben, die Erinnerungen an die Unschuld
der Kindertage eine aus dem großen Augenblick entstandene sentimentale
Verfälschung der Wirklichkeit (s. Gesellschaftsbild nach I,2 und II,3)
bedeutet,
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Rollers Tod im Kampf (einer gegen dreihundert) ihn zum erneuten Treuegelöbnis
seiner „Bande" gegenüber veranlasst,
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dieses Treuegelöbnis ihn schicksalhaft an die Räuberexistenz
bindet, so dass sich daraus ein Element seiner Tragik entwickelt,
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Karl durch Kosinskys Bericht über das Schicksal seiner namensgleichen
Geliebten Amalia nicht dazu bewegt wird, Kosinskys Geliebte zu befreien,
sondern ihn veranlasst, in seine eigene Heimat, nach Franken, aufzubrechen.
(Einzelanalyse in IIIAKT-2.TAF)
© H. Kerber 1995 | 2007 | 2009
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