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Fachbereich Deutsch
Drama

Friedrich Schller
Die Räuber[ Nutzungshinweis ]

Vorbemerkungen zur Behandlung des dritten Aktes
Der dritte Akt zeigt in der ersten Szene Franz in seiner Brutalität bei seinem Werben um Amalia. 
Diesbezüglich liegt eine Variation, aber auch eine Steigerung von I, 3 vor.

Die zweite Szene zeigt Karl äußerlich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Er hat gerade den Kampf gegen die ihn einschließenden böhmischen Reiter gewonnen. Den SchülerInnen sollte deutlich werden, dass

  • Karl durch den gewonnenen Kampf einen äußeren Höhepunkt an Macht erreicht hat,
  • seine tragische Weltsicht (untergehende Sonne als Symbol) aber einen inneren Zusammenbruch in ihm auslöst,
  • die Sehnsucht nach dem „einfachen" Leben, die Erinnerungen an die Unschuld der Kindertage eine aus dem großen Augenblick entstandene sentimentale Verfälschung der Wirklichkeit (s. Gesellschaftsbild nach I,2 und II,3) bedeutet,
  • Rollers Tod im Kampf (einer gegen dreihundert) ihn zum erneuten Treuegelöbnis seiner „Bande" gegenüber veranlasst,
  • dieses Treuegelöbnis ihn schicksalhaft an die Räuberexistenz bindet, so dass sich daraus ein Element seiner Tragik entwickelt,
  • Karl durch Kosinskys Bericht über das Schicksal seiner namensgleichen Geliebten Amalia nicht dazu bewegt wird, Kosinskys Geliebte zu befreien, sondern ihn veranlasst, in seine eigene Heimat, nach Franken, aufzubrechen.
(Einzelanalyse in IIIAKT-2.TAF)
 

© H. Kerber 1995 | 2007 | 2009

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