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Fachbereich Deutsch
Lyrik

Georg Heym 

Berlin III
 
Georg Heym, 

Berlin III 

Schornsteine stehn in großem Zwischenraum 
im Wintertag, und tragen seine Last, 
des schwarzen Himmels dunkelnden Palast. 
Wie goldne Stufe brennt sein niedrer Saum. 

Fern zwischen kahlen Bäumen, manchem Haus, 
Zäunen und Schuppen, wo die Weltstadt ebbt, 
und auf vereisten Schienen mühsam schleppt 
Ein langer Güterzug sich schwer hinaus. 

Ein Armenkirchhof ragt, schwarz, Stein an Stein, 
die Toten schaun den roten Untergang 
aus ihrem Loch. Er schmeckt wie starker Wein. 

Sie sitzen strickend an der Wand entlang, 
Mützen aus Ruß dem nackten Schläfenbein, 
zur Marseillaise, dem alten Sturmgesang.

Interpretation


 
 
 
 
 
 
 
 

 

Deutsche | Lyrik