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Fachbereich Deutsch
Lyrik
August Stramm
Kriegsgrab, Patrouille, Schwermut
| AUGUST STRAMM,
Kriegsgrab
Stäbe flehen kreuze Arme
Schrift zagt blasses Unbekannt
Blumen frechen Staube schüchtern
Flimmer
tränet
glast
Vergessen
AUGUST STRAMM,
Patrouille
Die Steine feinden
Fenster grinst Verrat
Äste würgen
Berge Sträucher blättern raschlig
gellen
Tod
AUGUST STRAMM,
Schwermut
Schreiten Streben
Leben sehnt
Schauern Stehen
Blicke suchen
Sterben wächst
das Kommen
schreit!
Tief
stummen
wir.
Interpretation |
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Kubin, Kriegsfackel
Bereits im Dezember 1914 glaubte Kubin (1887-1959),
einer der Hauptvertreter des Symbolismus, nicht mehr
an einen frischfröhlichen Krieg, ebensowenig an einen
schnellen Sieg. Vor brennenden Häusern erhebt sich
die unheilvolle Allegorie des Todes, die Kubin bereits
mehrmals gezeichnet hatte, wodurch er auf sarkastische
und zugleich makabre Weise die Grausamkeit des
Menschen geißelte. Während der gesamten Dauer des
Krieges, an dem er selbst nicht teilnahm, zeichnete er
wie ein Besessener Skelette, Hexen und Gespenster,
wodurch er seinen Ängsten Ausdruck verlieh. |
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