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Fachbereich Deutsch
Lyrik

Alfred Wolfenstein 

Städter
 
Alfred Wolfenstein

Städter

Dicht wie die Löcher eines Siebes stehn 
Fenster beieinander, drängend fassen 
Häuser sich so dicht an, dass die Straßen 
Grau geschwollen wie Gewürgte stehn.

Ineinander dicht hineingehakt 
Sitzen in den Trams die zwei Fassaden 
Leute, ihre nahen Blicke baden 
Ineinander, ohne Scheu befragt.

Unsre Wände sind so dünn wie Haut, 
Dass ein jeder teilnimmt, wenn ich weine. 
Unser Flüstern, Denken ... wird Gegröle ...

- Und wie still in dick verschlossner Höhle 
Ganz unangerührt und ungeschaut 
Steht ein jeder fern und fühlt: alleine.
 

1. Wohin führt die erste Strophe das Auge des Lesers, 
wohin die zweite? (Zur Erklärung der zweiten: 
Bei den ganz alten Straßenbahnwagen gab es nur 
zwei lange Sitzbänke entlang den Längswänden.)
Was verbindet die beiden Strophen? 
Vergleiche die einzelnen Bildelemente.
2. Prüfe, was die beiden ersten Strophen 
(die Quartette) sagen. Finde dafür einen Satz.
Prüfe ebenso die beiden Terzette. Entdeckst 
du eine Beziehung?

Interpretation


 
 
 
 
 
 
 
 

 

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