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Lyrik

Josepf von Eichendorff

Das zerbrochene Ringlein [Nutzungshinweis]
 
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Interpretation [1 Seite]
Eichendorff
Das zerbrochene Ringlein
 
In einem kühlen Grunde
Da geht ein Mühenrad,
Mein' Liebste ist verschwunden,
Die dort gewohnet hat.

Sie hat mir Treu versprochen,
Gab mir ein'n Ring dabei.
Sie hat die Treu' gebrochen,
Mein Ringlein sprang entzwei.

Ich möcht' als Spielmann reisen
Weit in die Welt hinaus,
Und singen meine Weisen,
Und gehn von Haus zu Haus.

Ich möcht' als Reiter fliegen
Wohl in die blut'ge Schlacht,
Um stille Feuer liegen
Im Feld bei dunkler Nacht.

Hör ich das Mühlrad gehen:
Ich weiß nicht, was ich will -
Ich möcht am liebsten sterben,
Da wär's auf einmal still!

Joseph von Eichendorff (1788 - 1857)
Eine Liebe ist verloren gegangen und mit ihr zerbricht das Symbol des Treueschwurs: "das Ringlein". Joseph von Eichendorffs (1788-1857) anrührendes Liebesgedicht spricht von der Vergänglichkeit der Liebe und vom Schmerz eines betrogenen Liebhabers. Als neunzehnjähriger Student war Eichendorff nach Heidelberg gekommen, wo er alsbald vom Schwung der romantischen Bewegung erfasst wurde. In Heidelberg-Rohrbach kam es zur Begegnung mit der Bürgertochter Katharina Förster, die sein Leben veränderte. Davon kündet das 1810 entstandene Gedicht.
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Ein von nur zwei Personen umgesetztes Cover des Comedian Harmonists-Arrangements bei You Tube:
Dazu wurden alle vier Stimmen und die Klavierbegleitung nacheinander aufgenommen.
Der Hinweis stammt von Patrick von Massow
Andere Version
Max Rabe
Vergleich mit Heines Gedicht:
Mein Herz, mein Herz ist traurig

 
 
 
 
 
 
 
 

 

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[ Stark verkleinert]


Hintergrundgrafik: Des Knaben Wunderhorn [Wikipedia] - Gemeinfreiheit - public domain
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