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Fachbereich Deutsch
Lyrik
Heinrich Heine
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten [Nutzungshinweis]
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H. Heine
Ich weiß
nicht, was soll es bedeuten
Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
Dass ich so traurig bin;
Ein Märchen aus alten Zeiten,
Das kommt mir nicht aus dem Sinn.
Die Luft ist kühl und es dunkelt,
Und ruhig fließet der Rhein;
Der Gipfel des Berges funkelt
Im Abendsonnenschein.
Die schönste Jungfrau sitzet
Dort oben wunderbar;
Ihr goldnes Geschmeide blitzet,
Sie kämmt ihr goldenes Haar.
Sie kämmt es mit goldenem Kamme
Und singt ein Lied dabei;
Das hat eine wundersame,
Gewaltige Melodei.
Den Schiffer im kleinen Schiffe
Ergreift es mit wildem Weh;
Er schaut nicht die Felsenriffe,
Er schaut nur hinauf in die Höh.
Ich glaube, die Wellen verschlingen
Am Ende Schiffer und Kahn;
Und das hat mit ihrem Singen
Die Lore-Ley getan.
[Siehe Interpretation]
[Siehe Sage]
[ Eichendorff: Waldgespräch ]
[ Clemens Brentano: Lore Lay ]
[ Otto Heinrich Graf von Loeben: Der Lureleyfels ]
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Der Loreley-Fels um 1900
[Wikipedia] |
Loreley - Brunnen in der Bronx in New York
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Die Loreley [Von Wikivoyage: http://www.wikivoyage.org/de/Bild:Loreley_fg02.JPG]
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Die Loreley Panoramabild von linker Rheinseite [Von Wikivoyage: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Loreley_mit_tal_von_linker_rheinseite.jpg]
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Etymologie
Die Herkunft des Namens "Loreley" ist nicht eindeutig geklärt.
Unumstritten ist der Zusammenhang mit dem ursprünglich keltischen
„Ley“, mit dem in der Region häufig
(Schiefer-)Fels oder Stein bezeichnet wurde. "Lore" könnte auf
das wenige Kilometer stromaufwärts gelegene Lorch verweisen. Möglicherweise
lässt es sich aber auch auf das altdeutsche „lorlen“ (rauschen, murmeln)
zurückführen und entstand aus einem Phänomen – dem starken
siebenfachen Echo, das heute wegen des Verkehrslärms nicht mehr hörbar
ist. Das Rauschen des dem Loreleyfels gegenüber liegenden hohen Galgenbach-Wasserfalles
und auch das Rauschen der einst an Untiefen und Klippen sich brechenden
Rheinströmung wurde als Echo von den vielen Felsüberhängen
nach unten reflektiert und erschien so, als ob es von den Felsen herstammte.
Schon früh suchte man Erklärungen dafür und machte zunächst
in Höhlen des Felsens hausende Zwerge dafür verantwortlich. Vor
dem 19. Jahrhundert trug der Ort auch noch seinen männlichen Artikel
wie bei „der Lurlei“, „der Lorley“ oder der „Lurleberch“ (zahlreiche weitere
Schreibweisen).
[nach: http://iq.lycos.de/qa/show/614392/Wer+schuf+die+Fantasie-Gestalt+Loreley%3F/]
Genaueres bei:http://www.loreleytal.com/hansenorden/hansen-blatt/1997nr50/loreley.htm
Motivübersicht
Ein bekannter Ort war die Loreley bereits im Mittelalter, weil sie
neben dem Binger Loch die gefährlichste Stelle im Rhein war und es
hier zu vielen Tragödien für Schiffer und ihre hölzernen
Boote kam. In St.Goar, der Loreley gegenüber liegend, ließ sich
der heilige Goar nieder, um Schiffsbrüchige zu retten und zu pflegen.
Personifiziert wurde sie aber erst von Brentano.
Seine Lore-Lay-Ballade ist möglicherweise eine - von Brentano
erfundene - aitiologische Lokalsage, die, anknüpfend an den antiken
Echo-Mythos, die Entstehung des Echos am Loreley-Felsen bei St. Goarshausen
erklären soll. Am Anfang der Wirkungsgeschichte - der Popularisierung
- von Brentanos Ballade steht die Darstellung Niklas Vogts (1756-1836):
„Dieser Lurelei -Fels, oder vielmehr sein Echo, soll
die Stimme eines Weibes seyn, welche durch ihre außerordentliche
Schönheit alle Männer bezaubert hat, nur den nicht, welchen sie
selbst liebte." In einer Fußnote verweist Vogt auf Brentanos
Gedicht.
(siehe N. Vogt und J. Weitzel (Hrsg.): Rhein. Archiv f. Geschichte
und Litteratur. Band 5, H. 5-8. Mainz 1811, S. 69). |
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