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| Fachbereich Deutsch
Lyrik Clemens Brentano Lore Lay
[Genaueres bei: http://www.loreleytal.com/hansenorden/hansen-blatt/1997nr50/loreley.htm] Bei Brentano ist die schöne Lore Lay noch keine Nixe, sondern eine „Zauberin", die alle Männer in ihren tödlichen Bann zieht. Geladen vor das bischöfliche Gericht, wird der Bischof von ihrer Schönheit geblendet und muss die schöne Lore Lay begnadigen. Auf dem Weg zum Kloster erklettert sie den steilen Felsen am Rhein, um sich aus enttäuschter Liebe den ersehnten Tod durch einen Sprung in die Tiefe zu nehmen. Die drei sie begleitenden Ritter finden in der Felswildnis als letzte ihrer Opfer den Tod. Ganz im Sinne der romantischen Theorie von der „dichtenden Volksseele" wird von Brentano als Quelle seines „alten Liedes" „ein Schiffer auf dem Rhein" angegeben. Bereits vor Brentano rankten sich um die Loreley, jenem markanten Felsen, der fast senkrecht 132 m aus dem Rhein aufsteigt, eine Fülle an Sagen. So ist nach dem Volksglauben der Berg von Geistern belebt, die ein zwölffaches Echo wecken. Auch als Aufbewahrungsort für den Nibelungenschatz wurde der Loreley - Felsen gelegentlich angesehen. Brentanos Leistung besteht darin, dass er, ausgehend von diesem Volksglauben, in der Person Lore Lay die magische und damit typisch romantische Gestalt erfand. Intervall 30 Minuten |