1898:
10.
Februar: Geburt Berthold Brechts (Berthold Eugen Friedrich Brecht)
in Augsburg. Vater Berthold Brecht,
Direktor einer Papierfabrik. Mutter Sophie, geb. Brezing.
1904:
Volksschule 1908: Städtisches
Realgymnasium Augsburg
1914:
Die ersten Gedichte und
Kurzgeschichten erscheinen in den „Augsburger neuesten Nachrichten" unter
dem Pseudonym Berthold Eugen.
1915:
Pazifistischer Schulaufsatz
und Androhung der Schulentlassung.
1917:
Abitur. Studium der Medizin
in München.
1918:
März: Brecht wohnt
in einem Mansardenzimmer in der Bleichstr.2 in Augsburg.
Bei der Ludendorffoffensive
Kriegsdienst in einem Augsburger Seuchenlazarett.
Fortsetzung des Medizinstudiums
in München.
1919:
Theaterkritik am Augsburger
„Volkswillen" (bis Dezember 1920). Mitglied einer literarischen Gruppe
im Café Stephanie in München.
1920:
1. März: Brechts Mutter
stirbt. Endgültige Übersiedlungnach München, Akademiestr.15.
1921: Kurzgeschichten
für den „Neuen Merkur" München.
1922:
Frühjahr: Reise nach
Berlin.
23. September: Verleihung
des Kleist Preises.
3. November: Heirat mit
Marianne
Zoff.
1923:
12. März: Geburt der
Tochter Hanne Marianne.
Brecht wird Dramaturg an
den Münchener Kammerspielen.
Beim Münchener Hitlerputsch
ist Brecht zusammen mit Lion Feuchtwanger (deutscher Schriftsteller) auf
der Liste der zu Verhaftenden.
1924:
Brecht übersiedelt
nach Berlin, Spichernstr.19.
Zusammen mit Carl Zuckmayer
(dt. Schriftsteller) als Dramaturg an Reinhards Deutschem Theater (bis
1926). Gründliches Studium des Marxismus.
1925:
Beiträge und Kurzgeschichten
für den „Berliner Börsenkurier", die „Vossische Zeitung", „Das
Tagebuch" und „Die Weltbühne".
1927:
Brecht als Lyrikpreisrichter
der „Literarischen Welt".
22. November: Scheidung
der Ehe mit Marianne Zoff.
1928:
Heirat mit Helene
Weigl.
Das Schiffbauerdammtheater
Berlin steht Brecht für seine Experimente zur Verfügung.
1930:
Mai: Brecht zur Erholung
in Le Lavandou in der Provence, anschließend in einem Münchener
Sanatorium.
18. Oktober: Tochter Maria
Barbara geboren.
1931: 16. Januar:
Erster Beitrag in der „Roten Fahne".
1933: 28. Januar:
In Erfurt wird die Aufführung der „Maßnahme" durch Eingreifen
der Polizei unterbrochen. Verfahren wegen Hochverrats gegen die Veranstalter.
28. Februar: Brecht verlässt
am Tag nach dem Reichstagsbrand mit seiner Familie und einigen Freunden
Deutschland und flieht über Prag und Wien nach Zürich.
April bis September: Aufenthalt
in Carona (Tessin).
10. Mai: Öffentliche
Verbrennung der Bücher Brechts durch die Nationalsozialisten.
Nach vorrübergehendem
Aufenthalt in Paris bleibt Brecht mit seinerFamilie in Kopenhagen.
Brecht lässt sich in einem Bauernhaus in Ivendborg
an der dänischen Küste nieder. Dänische Nationalsozialisten
verlangen seine Deportation, die Regierung lehnt ab.
1934: Beiträge
für einige Emigrantenzeitschriften. November bis Dezember: Brecht
in London.
1935:
8. Juni: Offizielle Ausbürgerung
durch die Nationalsozialisten.
21./ 23. Juni: Rede auf
dem internationalen Schriftstellerkongress in Paris.
1936:
Januar/Februar: Brecht in
New
York zu einer antifaschistischen Kundgebung.
1938: Brechts Werke in der
Ausstellung "Entartete Kunst" in London.
20. Mai: Brechts Vater stirbt.
1940:
April: Kurz vor der Besetzung
Dänemarks durch die Hitlertruppen flieht Brecht über Schweden
nach Finnland auf das Gut der Dichterin Wuolijoki.
1941:
Mai: Als sich Finnland mit
deutschen Divisionen füllt, reist Brecht mit seiner Familie im Sibirienexpress
über Moskau nach Wladiwostok.
Juni: Von Wladiwostok nach
San
Pedro (Kalifornien). Haus in Santa Monica
bei Holly-wood. Dort unter anderem auch Freundschaft mit Charlie Chaplin.
1943:
9. September: Uraufführung
„Leben des Galilei" im Züricher Schauspielhaus.
1946:
Mit Charles Laughton Übersetzung
und Inszenierung von „Leben des Galilei". Verschiedene Reisen nach New
York.
1947:
31 Juli: Uraufführung
der amerikanischen Fassung von „Leben des Galilei" in Beverly Hills bei
Hollywood. Modellbuch „Leben des Galilei". Brecht wartet auf seine Einreisegenehmigung
nach Westdeutschland. Da sie ihm von den alliierten Behörden verweigert
wird, fährt er mit tchechischem Pass im August über Prag nach
Ostberlin.
Haus in Weißensee. Übernahme der
Generalintendanz des deutschen Theaters.
1949:
Zusammen mit Helene Weigl
gründet Brecht das Berliner Ensemble.
1950: Brecht wird
Mitglied er Akademie der Künste in Berlin.
12. April: Zusammen mit
Helene Weigl erwirbt Brecht die österreichische Staatsbürgerschaft.
Haus in Buckow.
1951:
17. März: „Das Verhör
des Lukullus" an der Berliner Staatsoper. Bestimmung der Textänderung
durch die SED.
7. Oktober: Brecht wird
der Nationalpreis 1. Klasse verliehen.
1952:
Februar: Reise nach Warschau.
1953:
Mai: Brecht wird von der
Generalversammlung des PEN - Zentrums Ost zum Vorsitzenden gewählt.
1954:
21. Dezember: Auszeichnung
mit dem internationalen Stalin - Friedenspreis. Beginn der Brecht - Ausgabe
des Suhrkamp - u. des Aufbau - Verlages.
1955:
Januar: Reise nach Moskau
zur Entgegennahme des Stalin - Preises.
12. Februar: Rede auf dem
Deutschen Friedensrat in Dresden mit einer Erklärung gegen die Pariser
Verträge.
23./24. März: Brecht
auf einer PEN - Tagung in Hamburg.
15. Mai: Brecht schreibt
an die Akademie der Künste einen Brief mit Begräbnisanweisungen.
Brecht kauft ein Haus an
der dänischen Küste, um sich dort zum Schreiben zurückzuziehen.
1956:
Rede auf dem vierten Schriftstellerkongress.
In der Charité wegen einer Virusgrippe.
10. August: Letzte Theaterprobe
für die Galileiaufführung des Berliner Ensembles.
14.August:
um 23.45 Uhr Tod in Folge eines Herzinfarktes.
15. August: Abnahme der
Totenmaske durch Fritz Cremer.
17. August: Begräbnis
auf dem Dorotheenfriedhof Berlin.
18. August: Totenfeier am
Schiffbauerammtheater |
Brecht mit 28 Jahren
Hauspostille(1927)
Mann
ist Mann (1928)
Dreigroschenoper
Aufstieg
und Fall der Stadt
Mahagonny
(1930)
Die
heilige Johanna der
Schlachthöfe(1929/30)
Die
Rundköpfe und die Spitzköpfe
Der
aufhaltsame Aufstieg des
Arturo
Ui
Svendborger
Gedichte
Furcht
und Elend des
Dritten
Reiches (1937
Leben
des Galilei (1938/39)
Der
gute Mensch von Sezuan
(1938/39)
Das
Verhör des Lukullus (1938)
Mutter
Courage und ihre
Kinder
(1939)
Herr
Puntila und sein Knecht
Matti(1940/41)
Der
kaukasische Kreidekreis
(1944/45)
Auch
in der Lyrik ist Brecht
produktiv
gewesen:
An
die Nachgeborenen [1]
An
die Nachgeborenen
[3]
Fragen
eines lesenden Arbeiters
Die
Liebenden
Über
das Frühjahr [Text]
Über
das Frühjahr [Interpret.]
Lob
des Zweifels
Der
Schneider
von Ulm
Kommentierte
Fassung
.
Balladen:
Von
des Cortez Leuten
.
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