Bertolt Brecht
Der Augsburger Kreidekreis

Annas Leidensweg für das Kind

1.Teil
2. Teil
- Besteht die erste Mutprobe nicht: läßt Kind zurück 
  und flüchtet ins obere Stockwerk
  (Anfall von Schwäche)
- Innerer Zwiespalt- 
==>> Sorge um das Kind - Angst um die eigene Existenz

- Weiblicher Urinstinkt gegenüber der hilflosen Kreatur:

|
|
|
|
|
|
|
|
|
|

==> Rettung des Kindes 
- Neue Phase:Anna wird sich der mütterlichen 
  Verantwortung dem Kind gegenüber bewusst 
(schwerfälliges Aufstehen, langsame Bewegungen) 

Stationen des Leidensweges 
1. Zuflucht bei Schwägerin und Notlüge 
2. Erschwerte Sorge wg. Arbeit als Magd 
3. Aufkommendes Gerede 
4. Legitimation des Kindes durch Scheinheirat 
5. Widerliche Atmosphäre 
6. Genesung des unerwünschten Ehegatten 
7. Sich steigernde Antipathie gegen Otterer 
    (9/10/11: Nur unmittelbare, kreatürliche Bedürfnisse:
    Essen, Trinken, Sexualität; abgearbeiteter Fünfziger, 
    Anonymität, Unpersönlichkeit) 
8. Falsches Mitleid der Schwägerin 
9. Krankheit des Kindes / eigene Krankheit 
10. Gleichgültigkeit Otterers dem Kind gegenüber 
11. Übersiedlung zu Otterer ("ließ es wortlos geschehen")
12. Gescheiterte Flucht, erzwungene Rückkehr nach Mehring 


Resignation "Von nun an machte sie keinen Fluchtversuch mehr und 
nahm ihr Los hin“ 
Armut und harte Arbeit, 
aber: Freude bei der Erziehung des Kindes 

Leid und Liebe, dargestellt in dem Bild der zur Kiste kriechenden Magd 
In der wachsenden äußeren und inneren Not erstarkt auch ihre Liebe zum Kind 

Nutzungshinweis