Bertolt Brecht
Der Augsburger Kreidekreis

Die Prozessführung des Richters Dollinger

Anna
<=Richter Dollinger=>
Frau Zingli
· Grob anfahrend, aber mitfühlend 
· Vergewisserung,daß es Anna nicht 
   um materielle Vorteile geht 
   („schrie sie an", „bellt sie an"/ 13)
 
 
 

Überspielte Sympathie 

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EIGENSCHAFTEN

· Schlauheit 
· Gelehrsamkeit 
· Unbestechlichkeit 
· Menschenkenntnis 
· „fleischiger, alter Mann" 
· Erzieher des Volkes 
· Maske der Grobheit, 
  aber: Innere Anteilnahme 

Parteiliche Prozessführung

· „Die Ziege da mit ihren fünf 
   Seidenröcken" (13)
· „Schlampe" (18)
 
 


Ausdrückliche Antipathie

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AUSSAGEN
ZEUGENAUSSAGEN:
AUSSAGEN
· Sorge um eigenes lediges Kind (Lüge) 
· Zugeständnis der Angst 
 

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· Zwei Verwandte: 
Frau Zingli habe das Kind Anna 
„anvertraut"
 

.

· Kaiserl. Saoldaten hätten ihr das 
  Kind entrissen 
· Vermutung: Anna wolle Geld erpressen (15) 
· Falschaussagen gegenüber Verwandten ? 
· Ablehnung, Angst gehabt zu haben 
   (Lügen und Vermutungen) 
\\\  Ergebnis: Beide lügen wie gedruckt ///
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Kreidekreisprobe: 
Wer die stärkere Liebe hat, wird auch mit der größeren Kraft ziehen

Urteil: Nicht die leibliche Mutter, die Mütterliche erhält das Kind (Kernstück in direkter Rede)
(s. Unterschied zu dem Salomonischen Urteil)

- Die Mutter hat ihre Eigentumsansprüche verwirkt,weil sie sich unsozial verhalten hat 
- Soziale Bedingungen können privaten vorgezogen werden 
- Nicht die biologische Zugehörigkeit ist entscheidend, sondeern die mütterliche Zuwendung 


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