Bertolt Brecht
Der verwundete Sokrates
III. Die soziale Problematik
1.Das Motiv des sozialen Gegensatzes
Sokrates
- Ist einer von den Unteren 
- Er wohnt in einem "kleinen Haus" mit "rußgeschwärzter 
  Decke"(84), das seine Frau ein "Drecksloch " nennt 
- Ist froh, wenn er "ein Brot und ein Stück Speck" zum Essen 
  hat 
- Sie sind "nicht in der Lage, Essen wegzuschütten" (85)
- Er darf nur "bei den leichtbewaffneten Fußtruppen" inmitten von "Athener Jungens aus den Vorstädten" kämpfen 
Alkibiades
- Gehört seinem politischen, wirtschaftlichen 
  und  gesellschaftlichen Status nach zu den 
  Oberen
 

- Wohlhabende Schüler (83) 
 

2.Sozialer Gegensatz als Hintergrund von Kriegen

(Interesse der Herrschenden als Ursache von Kriegen)

- Kriege sind das Ergebnis der Klassenunterschiede, sie sind Fortführung des Geschäfts mit anderen Mitteln 
- "Es ist unnatürlich, so früh am Morgen, statt im Bett zu liegen, hier mitten im Feld auf dem Boden zu sitzen, mit mindestens zehn Pfund Eisen auf dem Leib und einem Schlachtmesser in der Hand."
- Sokrates nimmt am Krieg nicht aus Überzeugung teil, sondern nur, „da man sonst dort großen Unge-legenheiten ausgesetzt war." ==>>unter Druck und Zwang 
- Die Profitgier der Oberen wird auf den Schultern der unteren ausgetragen: Warum "wurde die Stadt angegriffen?(77) Weil die Reeder, Weinbergbesitzer und Sklavenhändler in Kleinasien den persischen Reedern, Weinbergbesitzern und Sklavenhändlern ins Gehege gekommen waren". 
- An der vordersten Front muß das Fußvolk kämpfen, das sind nicht die "Reeder, Weinbergbesitzer und Sklavenhändler"(77), sondern es sind Leute aus den unteren Schichten des Volkes (76)."Ich steckte unter lauter vernünftigen Leuten aus den Vorstädten, die kein Interesse an Schlachten haben."(84) 
- Die Vernunft ist bei dem einfachen Volk - Die Reiterei, die Vornehmen, die sich ein Pferd leisten können und dürfen, hält sich im schützenden Hinterhalt.(76) 
- Das Fußvolk "trottet" und "stolpert" in Resignation und Gleichgültigkeit in den Kampf.(75)

- heker -


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