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Fachbereich Deutsch
Prosa

Johann Wolfgang von Goethe
Die Leiden des jungen Werther(s)
 

Die Liebesidee im „Werther“ 
(Analyse des Briefes vom 16. Juli)
• Textgegenstand: 
Die höchste Entfaltung des bürgerlichen Individuums vollzieht sich in der individuellen persönlichen Liebe
(Horkheimer: "Die Süßigkeit der Liebe kommt aus der Unbedingtheit, der Irreparabilität und der Nähe des Todes")
• Textsorte:
   • Fiktiver Brief (? Leseverhalten)
   • Spiegelung des Grundmusters des Romans: In innerer Auseinandersetzung versucht Werther sich 
     über sich selbst Klarheit zu verschaffen
   • Fingiertes Kommunikationsverhalten durch die referenzielle deiktische Sprachmuster
• Textstruktur:
Aufgliederung in drei inhaltliche Abschnitte:
   • Wirkung der ersten Berührung (Schuld – Unschuld)
   • Verstärkung des erotischen Themas; zugleich dessen Sublimierung anhand der Substitution 
     durch das Musik – Thema
   • Innere Befreiung in der Selbstbeschränkung
• Formelemente:
   • Sprachverwendung: weitgehend Kundgabe, Ausdruck, Selbstaussprache
   • Satzmuster: Überwiegen der Ausrufesätze, kaum reine Aussagesätze
   • Tendenzen der Verknappung: Ellipsen, Einwortsätze, Ausrufe
     => Emotionalität des Sprechens, Emphase
• Funktion / Wirkung:
   • Ersetzung möglicher Handlung durch sprachliche Mittel, z.B. das „Und…“; „Und Wilhelm!“ 
     => Offenlegung des Zwiespalts in der Seele Werthers: Schwanken zwischen vorweggenommener Erfüllung 
          und Distanz vom anbetungswürdigen Objekt (geistige Überhöhung der Frau;
     => Verfehlung der realen Partnerschaft durch Hypostasierung des Partners;
   • Schuldgefühle hinsichtlich des aufkeimenden erotische Verlangens; 
     => Evozierung des Gegenbegriffs der Unschuld;
   • Sexuelle Assoziationen in der Feuer – Metapher;

[Text

Analyse_16Juli.doc
© H. Kerber 1998 / 2000 / 2004 / 2006
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