Gattungsmerkmale
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Name: in Kalendern publiziert
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Die Kalendergeschichte ist eine kurze, überschaubare, allgemein verständliche,
volkstümliche, oft
unterhaltende Erzählung, die oft auf eine moralische Belehrung ausgerichtet
ist. So ist sie zunächst
für das einfache Volk geschrieben und erzählt die Geschichte
des „kleinen Mannes", des „einfachen
Volkes", der „Namenlosen".
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Als Adressaten waren Bürger, Bauern und Arbeiter angezielt.
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Sie entstand im Zusammenhang mit der Entwicklung des gedruckten Kalenders
und blieb bis ins 19.
Jahrhundert an die Publikationsform des gedrucktenkalenders gebunden.
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Sie vereinigt mit wechselnder Gewichtung Elemente aus Anekdote, Schwank,
Legende, Sage, Bericht
und Satire.
* Man
unterscheidet:
° Triviale Kalendergeschichten mit Themen wie Heimatglück, Familienidylle,
Heimatverlust,
Familientragik
° Kalendergeschichten mit künstlerischem Anspruch.
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Bekannte
Autoren von Kalendergeschichten sind:
=>
Kannitverstan, Unverhofftes Wiedersehen [Johann
Peter Hebel ]
=>
Die schwarze Spinne [ Jeremias Gotthelf
]
=>
Ludwig Anzensgruber:
=>
Peter Rosegger:
=>
Berthold Auerbach: Der beste Spion
=>
Erwin Strittmatter: Mein Dorf
=>
Der Augsburger Kreidekreis, Das Experiment [ Berthold
Brecht ]
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Bekannte Kalender waren:
° Lahrer Hinkender Bote,
° Rheinischer Hausfreund
° Der Postreuter Der Hausfreund
* Die
erfolgreichsten Kalendergeschichten wurden schon im 19. Jahrhundert aus
den Kalendern herausgelöst und in Sammelbänden publiziert (J.
P. Hebel: Schatzkästlein des rheinischen Hausfreundes, 1811)
* Im
20. Jhdt wurde sie aus der Bindung an den Kalender befreit und als selbständige
Kunstform gehandhabt, s. B. Brecht: Kalendergeschichten, 1949) |