Die neuen Leiden des jungen W.
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Edgars
Flucht
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Motive:
Mutter: Weil er die Konsequenzen
scheute.
Willi: Weil er Maler werden wollte. |
Edgar selbst: E. W. ist von zu
Hause weg, weil er das schon lange vorhatte, ... weil er das so wollte.
(16)
Ich hatte einfach genug davon, als lebender Beweis dafür rumzulaufen,
dass man einen Jungen auch sehr gut ohne Vater erziehen kann.(23)
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Fluchttrieb: Gegen konventionelle bürgerliche Tugenden: Sauberkeit,
Ordnung, Pünktlichkeit: ..., dass ich ab jetzt
machen konnte, wozu ich Lust hatte. Dass mir keiner mehr reinreden konnte.
Dass ich mir nicht mal mehr die Hände zu waschen brauchte vorm Essen,
wenn ich nicht wollte.
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Verwirklichung persönlicher Lebensausdrucksmöglichkeiten:
° Jazz hören und tanzen als Ausdruck der Löslösung
von genormten und
formellen Lebensäußerungen selbst während
der Freizeit,
° Lange Haare als Protest gegen etablierte Bürgerlichkeit.
° Blue Jeans als Ausdruck eines freiheitlichen Lebensgefühls
(s. aber auch Gruppenzwang).
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Ablehnung jeglichen Zwangs und jeglicher Beeinflussung als Gängelung:
..., dass ich ein empfohlenes Buch blöd fand,
selbst wenn es gut war. (33) Mein größtes
Vorbild ist Edgar Wibeau. Ich möchte so werden, wie er mal wird. Mehr
nicht. (15)
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Einstellung zum Erziehungssystem der DDR:
° Verweigerung der Einreihung und Anpassung (41).
° Kritik an den Erziehungsmethoden: ... dass
ein Film, in dem die Leute in einer Tour lernen und gebessert werden, nur
öde sein kann. (42) Pflichtfilme für
den Geschichtsunterricht. (38)
° Kritik an der Praxis der (öffentlichen) Selbstkritik: Das
ist irgendwie entwürdigend. (15)
Nach dem Weggang hat er jeglichen Kontakt mit Zuhause abgebrochen: Zu
Hause sag: Ich lebe, und damit gut. (28) |
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©
H. Kerber 1991 / 2004
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