Die neuen Leiden des jungen W.
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Produktiver
Umgang mit literarischen Texten
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| Plenzdorf lässt Edgars Geschichte von Edgar selbst aus dem Jenseits
kommentieren. So hat er die Möglichkeit, zu den gewesenen Ereignissen
Stellung zu beziehen. Er ist also den anderen Personen gegenüber im
Vorteil, die diese Möglichkeit bisher nicht hatten. Anlässlich
von Edgars Beerdigung sind die Personen, die in seinem Leben eine Rolle
gespielt haben, aufgefordert, in der Form einer Grabrede von Edgar
Abschied zu nehmen.
Eine Abschiedsrede halten:
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die Mutter, die sich beständig unter Beweisnot sah, dass man
auch als alleinerziehende Mutter einen Jungen zum Musterknaben erziehen
könne,
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der Vater, der schon seit drei Tagen Nachforschungen über seinen
Sohn angestellt und ihn so erstmals genauer kennen gelernt hat,
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Addie, der Brigadeleiter, der Edgar vom Bau her kennt und sich seine
Gedanken über ihn gemacht und auch Vermutungen angestellt hat,
-
Meister Flemming, dem erst nach Edgars Tod bewusst geworden ist,
mit wie vielen oberflächlichen „Sprüchen“ er Edgar begegnet ist,
-
Charlie, die in der Zwischenzeit versucht hat, sich Klarheit darüber
zu verschaffen, was Edgar für sie, ihr Leben und ihre Beziehung bedeutet
hat.
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Willi, dem sich Edgar auf den Tonbändern anvertraut hatte,
der aber keinen Kontakt mit ihm aufgenommen und ihn in der Laube alleingelassen
hat.
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Der Lokalredakteur des Zentralorgans der Freien Deutschen Jugend
sowie der Meister aus Edgars Betrieb, in dem er die „Lehre geschmissen“
hat, sind bei der Beerdigung ebenfalls anwesend.
Beide verfassen einen Nachruf im Zentralorgan der FDJ.
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Der Lokalredakteur systemkonform,
-
Der Meister systemkritisch.
Verfassen Sie selbst als ein mit Edgar solidarischer Jugendlicher
der DDR ein Lebensprofil Edgars für eine westliche Wochenzeitung. |
| Edgar selbst beobachtet von „jenseits des Jordan“ die Trauerfeier,
das „Trauern“ seiner Familienangehörigen, der Bekannten aus der Arbeitsbrigade
und die Reaktion der „Offiziellen“. Er kommentiert das Verhalten der Trauernden
– auch ihre Reden - in Form eines inneren Monologes. |
| Arbeitsanweisungen:
1. Entscheiden Sie sich für eine der Personen und verfassen Sie
aus deren Perspektive eine Grabrede für Edgar:
Bedenken Sie dabei
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den normativen Kontext (Beerdigung, Trauergäste [offizielle, private],
...), der ein Grundmuster der Rede vorgibt: Anrede des Toten, der Trauernden,
Würdigung der Eigenschaften und Verdienste, Erinnerung an gemeinsame
Erlebnisse, ....
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das Verhältnis der jeweiligen Personen zu Edgar,
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eventuelle (z.T. damit zusammenhängende) sprachliche Besonderheiten
der Personen,
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mögliche Schuldgefühle Edgar gegenüber...
[s. auch: Schreibanlässe v. K. Dautel: http://www.zum.de/Faecher/D/BW/gym/Produkt/plenzdrf.htm] |
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Produktive_Schreibanlässe.doc
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©
H. Kerber 1991 / 2002 / 2004
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