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Fachbereich Deutsch
Prosa

Kurt Tucholky
Panter, Tiger & Co

Start [Genaueres bei: http://www.tucholsky-gesellschaft.de/index.htm?KT/Texte/start.htm]
(K.T. Weltbühne 1927)

1918: Redakteur bei der „Weltbühne“ unter den Pseudonymen:
          Ignaz Wrobel, Peter Panter, Theobald Tiger, Kaspar Hauser (Leitung: Siegfried Jakobson | + 1926)
1919: „Militaria“ – Serie
1924 Redaktionsmitglied der „Weltbühne“
Korrespondent in Paris (Figur des Wendriner“
1926/27: Leitung der „Weltbühne“
1931: „Soldaten - sind – Mörder“ – Anzeige
 

Kurt Tucholsky
Pseudonyme, als „heiteres Spiel“

Ignaz Wrobel:
Hässlicher, kratzbürstiger, abscheulicher, buckliger Mann

Peter Panter:
Beweglicher, kugelrunder, kleiner Mann

Theobald Tiger:
Verse – Singer

Kaspar Hauser:
Unverständnis für die vorgefundene Welt

Persönlichkeitsspaltung
„heitere Schizophrenie“

Motiv / Intention:
• Heiteres Spiel
• In der jeweiligen Rolle ernst genommen werden:

Politischer Schriftsteller  ==> || <== Humor
Satiriker  ==> || <== Ernst
Verspielter  ==> || <== Kenntnis
Reporter  ==> || <== lustige Verse

Ignaz Wrobel, der bissige, scharfzüngige Kritiker, legte sich mit den geheiligten Institutionen des Staates an und trommelte auf den Sturmhelmen der Reaktion. Auch in den politischen Organisationen war er später meist nicht als Kurt Tucholsky, sondern als Ignaz Wrobel Mitglied
(Michael Hepp in „Kurt Tucholsky“ aus der Reihe Rowohlts Monographien)

Peter Panter nannte sich Feuilletonist, der seiner Leidenschaft für Bücher und Theater ausgiebig frönte und kleine Begebenheiten des unzulänglichen Alltags auf die „Weltbühne“ stellte.
(Michael Hepp in „Kurt Tucholsky“ aus der Reihe Rowohlts Monographien.

Theobald Tiger griff der Muse unter ihre Röcke und himmelte in erotisch-frecher Form seine Geliebten an. Er war für gereimte Leitartikel zu allen möglichen Tagesereignissen ebenso zuständig wie für zahlreiche Schlager und Chansons in den Kabaretts der Weimarer Republik
(Michael Hepp in „Kurt Tucholsky“ aus der Reihe Rowohlts Monographien)

Der melancholische Kaspar Hauser, der nach dem Krieg dazukam, setzte sich bereits im Diesseits auf eine himmlische Wolke, betrachtete die Welt nachsichtig von oben und machte sich so seine Gedanken. Wurde seine Geduld allerdings überstrapaziert, konnte er auch die schärfsten Satiren gegen den deutschen Spießer, für den er den Namen Wendriner erfand, schreiben.
(Michael Hepp in „Kurt Tucholsky“ aus der Reihe Rowohlts Monographien)

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