Kurt Tucholsky: Es
gibt keinen Neuschnee
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I. Absatz:
- Konditional / temporal: Doppeltes Erlebnis:
a) Selbstgewissheit
b) Freies Sichtfeld, das die anderen ins Blickfeld rückt: „Spuren“
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II. Absatz
- Potenzielle, gegensätzliche Lebensentwürfe,
-situationen und „Lebensgefühle“:
=> Aufzählung, Reihung, Kontrastierung,
=> Aufforderung |
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III. Absatz
- Nichts Neues, kein „Neuschnee“ in den kontrastiven Lebensvollzügen
von Glaube, Zweifel, Weinen, Nachdenken
=> Kontrastierung und Steigerung durch:
* Reihung,
* Verallgemeinerung,
* Wiederholung,
* umgangssprachliche Wendung |
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IV. Absatz
- Übernahme der Leserperspektive
=> Empathiebekundung
- Fallbeispiel als tödliches Exempel:
=> Kontrast vom märchenhafter Erzählweise und sarkastischem
Ende
=>Anschaulichkeit durch:
* Metaphorik,
* Verbwiederholung und
* Verbvarianz |
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V. Absatz
- Kontrast von „Standarderlebnissen“ im „Getümmel und individuellen
Erlebnissen in der „Einsamkeit“
- Kontrastierung von subjektiv empfundenem „Höhenerlebnis und
Desillusionierung:
=> Intensivierung der Suggestisvkraft durch Reihung, Wiederholung,
Steigerung, Metaphorik |
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VI. Absatz
- Appell, den Sisyphus – Stein zu wälzen, selbst unter verschärften
Bedingungen („keine Spitze“)
=> Reihung, Wiederholung
=> Metaphorik |
Zusammenfassung derBetrachtungsaspekte
• Appell zur Besc heidung und Bescheidenheit und gegen Selbstüberschätzung
selbst in
indi-viduellen Grenzsituationen
• Suggestivkraft des Textes:
- Vertrauliche Du – Anrede des Lesers;
- Kurz angerissene Fallbeispiele;
- Zum großen Teil einfache Syntax;
- Lebensnähe ohne Scheu vor umgangssprachlichen Wendungen;
- Dadurch Auflockerung des eigentlich schwermütigen Gedankenganges
• Anknüpfungspunkt für Überlegungen zum Gegenwartsbezug
des Textes, insbesondere zur Vorprägung von Lebensentwürfen und
„Standard – Erlebnissen“ in der Medien- und Erlebnis – Gesellschaft; |
© H. Kerber 2004 |