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Textart:
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Feuilletonistischer Essay mit explizit appellativer Funktion (Titel) |
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Thema:
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*Titel als leicht provokante Verkürzung;
* eher ein Plädoyer gegen Streben nach anonymer „Unsterblichkeit“;
* zugleich aber auch kritische Fragestellung, was (zu Recht) als unsterblich
gelten könne;
* zuletzt ein Plädoyer für anonyme Unsterblichkeit durch
tätiges Engagement
im Hier und Jetzt. |
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Gedanklicher Aufbau:
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Drei Abschnitte:
* Abschnitt I – V.: Entwicklung der beiden Hauptthesen:
- große Weltfragen werden nicht gelöst, sondern
vergessen;
- historische Erinnerung beruht auf Zufälligkeit
und enthält keine
Wertaussage;
* Abschnitt VI – VIII: Variation dieser Thesen und Anwendung auf
unterschiedliche Sachverhalte;
* Abschnitt IX: Entwurf eines im Rahmen dieses Geschichtsbildes sinnvolles
Verhalten des Menschen |
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Betrachtungsweise:
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* zeitnahe, bewusst zeitgeschichtliche Bezüge einbeziehend (z.
B. Hinweis auf
Geschichtsfälschung seit dem Ersten Weltkrieg: mutmaßlich
Anspielung auf
Dolchstoßlegende);
* gleichzeitig aber philosophischer Einschlag mit Aufforderung zur
Distanzwahrung. |
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Leserbezug:
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* Neben den direkten Zeitbezügen ergibt sich die Erfordernis
eines geschichtlichen Bildungshorizonts, der wenigstens
eine
Grundvertrautheit mit Stichworten wie Calvinismus, Fridericus,
Lavaters
Physiognomik, Wieland und „der ganze Fontane“ besitzt.
* Gleichzeitig leichte Zugänglichkeit und Unterhaltsamkeit durch
umgangssprachliche Direktheit, ironische Zitate und Wortspiele. |