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Fachbereich Deutsch
Sprachreflexion
Victor Klemperer
LTI:
Die Sprache des Dritten Reiches
[Nutzungshinweis]

[Progromnacht]
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Nazis stecken jüdische Synagogen in Brand

In der Nacht des 9. November 1938 wurden planmäßig in fast allen großen Städten die jüdischen Synagogen in Brand gesteckt. Die heiligen Thorarollen wurden aus den Schreinen gerissen und entehrt, kostbare Gegenstände gestohlen. Insgesamt gingen 267 Synagogen und Gebetshäuser in Flammen auf. Tausende jüdischer Geschäfte, Häuser und Wohnungen wurden demoliert.
Das Attentat auf den deutschen Legationsrat vom Rath bot Hitler den gewünschten Anlass zu einer willkürlichen „Bestrafung" der Juden. In seinem Auftrag organisierte Goebbels massive Ausschreitungen gegen die Juden in Deutschland. Durch eine groß angelegte Propaganda wiegelte die SA vor allem Jugendliche zur Zerstörung jüdischer Geschäfte und Wohnungen auf.
Die Feuerwehren waren zuvor angewiesen worden, lediglich ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude zu verhindern. Diese Nacht, die als „Reichspogromnacht" (NS-Jargon: „Reichskristallnacht") in die Geschichte einging, kostete 91 Menschen das Leben. 26.000 Juden wurden auf Weisung Hitlers willkürlich verhaftet. 
Auch jüdische Friedhöfe wurden verwüstet, Gräber und Leichen geschändet. Die organisierten Ausschreitungen wirkten international alarmierend.
Besonders heftig waren die Reaktionen in den USA: 
Am 13. November wurde der amerikanische Botschafter, Hugh Robert Wilson, zur Berichterstattung nach Washington zurückberufen.
 

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