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| Kapitel |
Behandlungsaspekte |
| I. LTI |
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Sprache als Offenlegung des Wesens
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Einheitlichkeit und Armut der LTI in allen Lebensbereichen: Prunkbauten,
Uniformen, Fahnen, Hitlergruß, Aufmärsche, Autobahnen ... (
„[...] alles schwamm in derselben braunen Soße“ S. 20)
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Sprachkritik als „Balancierstange“ (20)
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III. Grundeigen-
schaft: Armut |
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Überwachung der „Reinheit“ der NS - Ideologie bis zur „uniformierten
Sklaverei“ und „durchorganisierten Tyrannei (32)
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Richtlinien durch Reichspressekonferenzen: Sprachherrschaft einer winzi-gen
Gruppe über alle Medien
=> Sprachnormierung in Richtung Agitation, Aufpeitschung, Suggestion,
Fanatismus
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VI. Die ersten drei
Wörter nazistisch |
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Strafexpedition
=> Polizeiaktion
=> Konzentrationslager
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Staatsakt: jede Bagatelle wird zum historischen Ereignis
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Aufziehen: Reichsparteitage, Staatsakte mit Banner, Aufmärschen, Gir-landen,
Fanfaren (s. auch ganzes Kap. VII.)
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VIII. Zehn Jahre
Faschismus |
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Hitler als rhetorischer Verführer (Aufpeitscher, Anpeitscher, Aufhetzer,
Sprücheklopfer, Umnebler, Rhetor (im Gegensatz zum Orator [Klarheit,
Überzeugungskraft, Herz und Verstand ansprechend)
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| IX. Fanatisch |
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Aufklärung: im pejorativen Sinne gebraucht als zum Rationalismus ge-genläufig
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Semantisch zwischen Krankheit (rel. Wahn) und Verbrechen
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In der LTI ein superlativisch anerkennendes Adjektiv in Alltag, Politik
und zuletzt sogar in der Militärsprache
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| XIII. ; XIX. Namen |
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Favorisierung germanischer Vornamen
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Verschweigen jüdischer Wissenschaftler mit jüdischen Namen (Einstein,
Hertz)
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Zwang zu jüdischen Vornamen als Absonderung und Diffamierung
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Eindeutschung wendischer, slawischer ... Orts- und Straßennamen in
den Ostgebieten
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XVII. System und
Organisation |
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Umbenennungen
* System (= durch Anordnung des Verstandes erstellt (Bei NS = Weima-rer
Republik) wird zu Organisation (Organ, Parteiorgan, Dachorganisation, organisch,
organisieren (128)
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Philosophie wird zu Weltanschauung (s. A. Rosenberg: Mythos des zwan-zigsten
Jahrhunderts)
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XVIII. Ich glaube
an ihn |
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Relig. Epitheta (v.a. „heilig“, 146, „heiliger Krieg“, 327)
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Relig. Zeichensysteme: Hakenkreuz, Verkürzungen (117f.), Weihen (47),
Blutzeugen,
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Märtyrerverehrung, gestorbene Anhänger als Schutzheilige (Kap.
XXXII.)
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Relig. Ekstatischer Rededuktus (143)
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Übernahme, Allusionen an Jesus - Worte (337), an neutestamentliche
Wendungen (145 u .a.), v. a. „Reich“ (147f.)
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Selbstdeutung Hitlers als „Arm der Vorsehung“, als „Auserwählter“
(142)
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Vergöttlichung, Transzendierung Hitlers durch die Anhänger -
Gläubigen (ganzes Kapitel), Führerkult, Hitler als Heiland (3,
158, 156)
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XIX Familien-
anzeigen ... |
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Geburt: stolz, sonnig
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Tod: in stolzer Trauer, im Glauben an ihn, für Führer und Vaterland
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XXI. Die deut-
sche Wurzel |
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Die Wurzel der nazistischen Maßlosigkeit, Entgrenzung, Grenzenlosigkeit
in der deutschen idealistischen Philosophie, im Faustischen der klassi-schen
Dichtung, in der deutschen Romantik
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Basierung des Judenhasses auf dem Rassegedanken
* Gobineau (1816 - 1882): „Essai sur l’inégalité des
races humaines (1853 - 1855)
* Houston Stewart Chamberlain
* Zuspitzung in A. Rosenbergs „Mythos des zwanzigsten Jahrhunderts“
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XXIII. Wenn
zwei dasselbe tun |
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Versachlichung, Entpersönlichung, Mechanisierung, Übergreifen
techni-scher Wendungen auf den nicht technischen Bereich
* Menschen als „Menschenmaterial“, „Kanonenfutter“, „Stücke“ (190)
* Verb-Beispiele: verankern, ankurbeln, einstellen, gleichschalten,
hoch laufen, aufziehen, anlaufen lassen
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| XXV. Der Stern |
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Judenstern als Stigma (Orden pour le sémite)
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Äußere Ghettoisierung => innere Ghettoisierung
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Hierarchisierung innerhalb der Juden: Privilegierte, Mischlinge, Halbjuden,
Volljuden ...
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XXVI. Der jü-
dische Krieg |
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„Jude“, „jüdisch“ als Diskriminierungsbegriff
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Begegnung Hitlers mit dem rassistischen Antisemitismus in Wien („Wiener
Lehr- und Leidensjahre“ [s. auch Arthur Schnitzler in Wien, s. Einwan-derung
galizischer Juden, Anteil der Juden an der Wiener Bevölkerung]) und
mit dem beginnenden Zionismus
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„Jude“ als Sammelbecken alles Fremden und Feindlichen, als Sündenbock
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Semantisierung (s. 3.2: Antisemitismus und sprachliche Abwertung (LTI,
S. 220ff; die verschiedenen Stationen)
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Beispiele:
* Substantive: Jude (als jüdische Rasse), Weltjudentum, internationales
Judentum, Judengottesdienst, Judenhäuser, Judenhure (= arische Frau
in Mischehe), jüdischer krummnasiger Intellektualismus, Judenknecht,
parasitäre jüdische Rasse, Weltjudenschaft, jüdischer Krieg
* Adjektive: plattfüßig, krummnasig, wasserscheu, parasitär,
nomadisch, gerissen, listig, betrügerisch
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XXX: Der Fluch des
Superlativs |
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Arten:
1) Superlativformen von Adjektiven
2) Einzelausdrücke mit superlativischem Wert
3) Superlativische Satzgebilde
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Beispiele: unvorstellbar, zahllos, total, hundertprozentig, ewig, einmalig,
historisch, groß mit Zusammensetzungen (Großkundgebung, Großoffensi-ve,)
bodenlos, unvergänglich ...
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XXXI. Der Zug
der Bewegung |
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Bewegung, Aktivität, Dynamik als Kern, als Eigenart des Nazismus
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Beispiele: Bewegung, Aufbruch, Gesetz des Handelns, Sturm, Sturmabteilung,
Volkssturm, Landsturm, Blitzkrieg
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Verschleierungen: beweglicher Verteidigungskrieg (= Stellungskampf), Rückschlag
(= Niederlage), sich vom Feind absetzen (= fliehen), Front-verkürzung
(= Rückzug), Engpass (= Notlage), Krise (= Niederlage)
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XXXIII.
Gefolgschaft |
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Emotionalisierung, Verzerrung durch sentimentale Vernebelung
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Beispiele: Rechtswahrer statt Rechtsanwalt, Amtswalter statt Beamter, Amtswaltung
statt Verwaltung
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Verherrlichung des Erdgebundenen (Bauern, Landbevölkerung gegenüber
dem „Asphalt“): Treck, heim ins Reich, Blut und Boden(s. Heinrich Böll),
Brauchtum, Werwölfe (=> Demaskierung)
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