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DOKUMENTATION
August 2000 -eine Auswahl aus einer Vielzahl rechtsextremistischer
und fremdenfeindlicher Vorfälle
• In Sachsen-Anhalt gelingt es der Polizei knapp drei Wochen
nach dem Tod eines Obdachlosen auf Usedom, den mutmaßlichen Mörder
festzunehmen. Es handelt sich um einen 24-jährigen Rechtsextremisten.
• In Bochum nimmt die Polizei 16 Skinheads in Gewahrsam,die
in der Innenstadt einen Afrikaner angegriffen haben.
• In der Pfalz werden zwei jüdische Friedhöfe geschändet:
In Dielkirchen und Rockenhausen im Donnersbergkreis besprühen Unbekannte
14 Grabsteine mit SS-Runen und Hakenkreuzen.
• In Konstanz überfallen Skinheads zwei Türken. Einen
von ihnen werfen sie in den Bodensee, beide werden verletzt.
• In Herborn (Lahn-Dill-Kreis)laufen Rechtsradikale mit „Heil-Hitler
“-Rufen durch die Straßen. Die Polizei nimmt sieben von ihnen fest.
• In Fulda bedroht ein 36 Jahre alter Mann zwei ausländische
Kinobesucher, weil sie sich in ihrer Muttersprache unterhalten. Er fordert
die beiden auf, deutsch zu sprechen. Als sie nicht reagieren, zückt
er eine Schreckschusspistole. Eine Polizeistreife nimmt den Täter
fest. In seiner Wohnung finden Beamte CDs mit verbotenem Inhalt.
• In Thüringen nimmt die Polizei 50 Personen im Zusammenhang
mit rechtsextremistischen Vorfällen vorübergehend fest. Bei 19
Durchsuchungen werden Drucksachen mit volksverhetzendem Inhalt, Tonträger
mit verfassungswidrigen Texten, Waffen sowie Kleidungsstücke mit verbotenen
Symbolen beschlagnahmt.
• Ein 28-jähriger Angolaner wird in Brandenburg zweimal
hintereinander von rechten Jugendlichen attackiert. Aus einer Gruppe von
sieben Personen heraus wird der Mann geschlagen, getreten und beschimpft.
Kurz darauf trifft er erneut auf zwei Jugendliche aus der Gruppe, die ihn
wieder angreifen. Die Täter schlagen ihr Opfer mit der Faust auf den
Kopf, attackieren es mit Tritten und beschimpfen es mit den Worten: „Du
hast keinen Platz in Deutschland.“ Der Bundesgrenzschutz nimmt zwei Tatverdächtige
fest.
• Durch Rostock - Warnemünde ziehen 60 Rechtsextreme mit
Fackeln und Rufen wie „Heß, unser Führer“. Landesweit werden
Flugblätter verteilt.
• In Münster hetzen Skinheads einen Schwarzafrikaner durch
die Straßen.
• Ein 33-jähriger Afrikaner wird in Lübeck verprügelt.
Zwei 26 -und 28 -jährige Verdächtige, die laut Polizei zur Lübecker
Skinheadszene gehören, werden festgenommen.
[Quelle: Frankfurter Rundschau, www.fr-aktuell.de/fr/spezial/rechts/t2018001.htm] |