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Fachbereich Deutsch
Sprachreflexion
Victor Klemperer
LTI:
Die Sprache des Dritten Reiches
[Nutzungshinweis]

[Sich angagieren]
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Sich engagieren für Demokratie und Toleranz

Demokratie ist nicht wehrlos. Den Untergang der ersten deutschen Demokratie, der Weimarer Republik (1918 bis 1933), vor Augen, haben sich die Gründerinnen und Gründer der Bundesrepublik Deutschland für eine "wehrhafte Demokratie" entschieden. Artikel 2 Grundgesetz bestimmt: „Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt." Sich engagieren für Demokratie und Toleranz Verfassungsfeinde können vom Staat in ihrer Entfaltung gehindert werden:

• Propagandamaterial wird beschlagnahmt, Songs und Schriften von Skinheadbands werden verboten und Auftritte unterbunden. Im Internet ist dies schwierig, aber auch hier wird gehandelt. 
• Extremistische Organisationen werden verboten, im Falle einer Partei entscheidet das Bundesverfassungsgericht, sobald ein Verbotsantrag vorliegt. 
• Anschläge auf Leib und Leben werden von Gerichten mit Höchststrafen geahndet. 
• Volksverhetzung, Aufstachelung zu Rassenhass, antisemitische Beleidigungen und die Leugnung des Judenmordes im NS-Staat werden bestraft. 

Wie sich engagieren? Ohne Demokraten keine Demokratie! Diese Staatsform lebt vom Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Wir haben einige Aktivitäten zusammengestellt, wie man sich für die demokratische Staatsform engagieren kann: 

• Wählen gehen! Also die Chancen der politischen Mitbestimmung wahrnehmen. Jeder Demokrat, der nicht an den Wahlen teilnimmt, stärkt das Gewicht der extremistischen Parteien. Deren Anhänger gehen in der Regel eher zur Wahl. Daher erringen extremistische Parteien, wenn die Wahlbeteiligung insgesamt gering ist, automatisch einen höheren prozentualen Stimmenanteil und damit mehr Sitze. 
• Keine Stimme für extremistische Parteien! In den Parlamenten tragen sie nicht zur demokratischen Meinungsbildung bei. 
• Sich engagieren in demokratischen Parteien! Wer Kritik an ihren Programmen und an ihrem Erscheinungsbild äußert, sollte versuchen, dies zu verbessern. 
• Wo etwas nicht in Ordnung ist: protestieren! Und mit konkreten Vorschlägen für gerechte Verhältnisse eintreten. 
• Gewalt in jeder Form ablehnen. In keinem Fall Verständnis für Gewalttäter äußern. Sie fühlen sich ermuntert, wenn sie Unterstützung finden.

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