HOME SUCHE DEUTSCH RELIGION KONTAKT IMPRESSUM © 2009 H. Kerber
http://www.kerber-net.de
Standort:
ABRAHAM, DER ERSTE MUSLIM
x
Beste Darstellung mit NN*

Grafik vergrößern
An vielen Stellen des Koran ist von Abraham die Rede. Die Geschichten von Abraham wird Mohammed aus den Erzählungen von Juden und Christen kennengelernt haben. Vieles freilich wird im Koran anders dargestellt, als es im Alten Testament überliefert ist. So heißt es im Koran, dass am 10. Tag des Monats Dsul-Hidscha Abraham seinen Sohn Ismael (nicht Isaak) habe opfern wollen.

Im Gedenken an diese Opferhandlung vollziehen alle Muslime ihre Opfer. Im Koran findet sich die Aussage, dass Abraham mit seinem Sohn Ismael den heiligen Schrein Gottes, die Kaaba, in Mekka errichtet habe.

Nach Mohammeds Auffassung waren die beiden anderen Schriftreligonen erst von Mose (Thora) beziehungsweise von Jesus (Evangelium) begründet. Für Mohammed aber wurde Abraham zum ersten Gläubigen und Bekenner des Islam. Abraham glaubte an den einen Gott. Damit wurde er zum Vorläufer des Islam bestimmt. Abraham wird auch Imam genannt. Der Imam ist der Leiter, Führer, Vorbeter der islamischen Gemeinde. Abraham und Ismael sollen als erste die Wallfahrtszeremonien im Sinne des monotheistischen Gottesglaubens durchgeführt haben.

Ursprünglich hoffte Mohammed, die Juden würden die ersten sein, die seiner Religion Glauben schenkten. Lehrte er doch wie sie den Glauben an den einen Gott und hatten sie doch das Gesetzbuch des Moses, in dem von der Schöpfung der Welt die Rede war. Darum wies Mohammed seine Anhänger an, sich beim Gebet in Richtung Jerusalem zu orientieren. Weil er die Juden nicht für seine Offanbarungen gewinnen konnte, trennte er sich von ihnen. Seit dem Jahre 624 gilt die Vorschrift, sich beim Gebet nach Mekka zu wenden. Von diesem Zeitpunkt an ist die Kaaba das wichtigste Heiligtum aller Muslime.
Man erzählt heute, die Koraisch, der Araberstamm, der in Mekka herrschte,  seien Nachkommen des Abraham - Sohnes Ismael  und hätten die Stadt Mekka erbaut. Über das Heiligtum Mekkas, die Kaaba, weiß eine alte Legende:
 
Einst wanderte Adam durch Arabien. Da kam er nach Mekka und erblickte dort einen leuchtenden, weißen Stein (einen Meteoriten). Der erinnerte ihn an seinen Ursprung, als er noch im Glanze Gottes lebte. Adam wollte, dass auch alle seine Nachkommen die Erinnerung an ihren göttlichen Ursprung behielten, und stiftete diese Stätte, zu der alle Kinder und Kindeskinder pilgern sollten, um ihren Ursprung nie zu vergessen. So schritt er siebenmal um den leuchtenden Stein herum und rief den Namen Gottes aus. Dann holte er Steine vom Berg Hira und baute ein würfelförmiges Haus um den heiligen Stein. Von daher bekam das Heiligtum den Namen Kaaba, das heißt Würfel; doch ebenso wird es „Haus Gottes“ genannt.

Weiter erzählen die Araber:
 
Als die große Flut die ganze Erde bedeckte, schwamm Noahs Arche siebenmal um die heilige Stätte herum. Die Flut riss den Würfelbau ein, aber dessen Fundamente blieben erhalten. Den heiligen Stein rettete der Engel Gottes. Als viertausend Jahre später Hagar, die Stammutter der Araber, mit dem verdurstenden Söhnchen Ismael durch die Wüste irrte, waren schließlich ihre Kräfte erschöpft. Sie fiel zu Boden und rief verzweifelt Gottes Hilfe an. Da sprang zu ihren Füßen die Quelle Semsem auf. Hagar sah darin einen Fingerzeig Gottes und ließ sich an diesem Ort nieder. Es war das Tal der Kaaba, doch wusste sie es nicht. Erst als Abraham nach Hagars Tod Ismael besuchte, fand er unter den Trümmern das Fundament, das Adam gelegt hatte. „Hier ist das Haus des einen Gottes“, sagte Abraham, „den einmal alle Menschen verehrt haben. Wir müssen es wieder aufbauen.“ Zusammen mit Ismael richtete Abraham die Kaaba wieder her. Ismael aber empfing aus der Hand des Engels den heiligen Stein zurück, de aus Trauer über den Götzendienst zum schwarzen Stein geworden war. 

 

Mohammed ( hier umgeben von der prophetischen Flamme) trifft
sechs Propheten des alten Bundes

Aus dem Koran:

"O Volk der Schrift, warum streitet ihr über Abraham, wo die Thora und das Evangelium erst nach ihm herabgesandt ward? Habt ihr denn nicht Verstand?... Abraham war weder Jude noch Christ; vielmehr war er lauteren Glaubens, ein Muslim und keiner derer, die Gott Gefährten geben. - Siehe, diejenigen Menschen, die Abraham am nächsten stehen, sind wahrlich jene, die ihm folgen, und das sind der Prophet (Mohammed) und die Gläubigen. Und Gott ist der Gläubigen Herr."

Sure 3, 58, 60-61

Abraham_Muslim.doc
Bearbeitet auf der Grundlage von: Peter Freimark u.a. (Hrsg.) Grosse fremde Religionen, Hannover (Schroederl Verlag) 1978, S. 83ff

Belegstellen (AT, NT )
Abrahams Frauen (Literatur)
© H. Kerber 1996 | 2005 | 2009
 

 
Abraham
Arabien
Mohammed
M.s Berufung
Geschichte
Sunna u. Schia
Der Koran
Die Scharia
Die Kaaba
Die Moschee
Fünf Säulen
Dschihad
Kismet
Die Frau
Beschneidung
Hochzeit