Kleines Lexikon
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Abbasiden: Arabische Dynastie, die das Kalifat
von 750 - 1258 innehatte.
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Analogie: Erkenntnisquelle bei der Rechtsfindung.
Mit Hilfe der Analogie können rechtliche Unsicherheiten bei bestimmten
juristischen Einzelfällen geklärt werden.
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Basmala: Nach den Anfangsbuchstaben der Glücks-
und Segensformel, mit der fast alle Suren beginnen und die bei vielen Gelegenheiten
gesprochen wird: "bismi 'llahi r-rahmani r-rahim" ("Im Namen Gottes des
Erbarmers, des Barmherzigen").
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Dschihad: Das Sich - Einsetzen für die „Rechtgläubigkeit“,
dann ber vor allen Dingen der Heilige Krieg, der der Expansion oder der
Verteidigung des Machtbereichs des Islam dient.
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Hadsch: Wallfahrt nach Mekka, die jeder Muslim
nach Sure 3, 97 einmal im Leben verrichten soll.
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Hidschra: Die Auswanderung des Propheten Mohammed
und seiner Gefährten von Mekka nach Medina im Jahre 622. Mit ihr beginnt
die muslimische Zeitrechnung.
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Islam: Arabisches Wort mit der Bedeutung: "sich
(Gott) völlig ergeben, sich vollständig aufgeben und hingeben“.
Der Gläubige, der Muslim, ist der, der sich ganz in den Willen Gottes
ergibt, sich Gott unterwirft und ihm ganz und gar gehorcht.
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Kaaba: Zentralheiligtum des Islam in Mekka.
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Kalifat: Vom arabischen Wort "Chalifa" "Nachfolger,
Stellvertreteer". Oberhaupt des islamischen Reiches, das in seiner Person
weltliche und geistliche Macht vereinigt.
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Kismet: In der Sprache der Volksfrömmigkeit:
Prädestinationslehre. Es ist nicht nur blindes Los und Schicksal,
sondern bezeichnet auch Gottes unerklärliches Wirken.
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Konsensus: Nach dem angeblichen Prophetenwort:
"Meine Gemeinde wird nicht in einem Irrtum übereinstimmen" wird die
Übereinstimmung der Rechtsgelehrten bei der Lösung von juristischen
Problemen als verbindlich anerkannt (s. im Katholizismus „sententia communis“.
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Koran: Die heilige Schrift des Islam.
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Mameluken: Türkische Militärdynastiee,
die von 1250 - 1517 in Žgypten herrschte.
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Mutasiliten: Vertreter einer islamischen Glaubensrichtung
im 9./10. Jahrhundert, die die Lehre vom Erschaffensein des Koran verkündete.
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Omaijaden: Arabische Dynastie, die von 661 -
750 das Kalifat innehatte.
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Osmanen: Türkische Dynastie, die vom 13.
- 20. Jahrhundert das letzte große islamische Weltreich (Osmanisches
Reich) führte.
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Ramadan: Neunter Monat des islamischen Kalenders,
in dem das Fasten vorgeschrieben ist.
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Sadaka: Zusätzliche freiwillige Spende.
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Sakat: Almosen, das jeder Muslim als freiwillige
Spende zu entrichten hat.
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Salat: Das tägliche Gebet der Muslime.
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Saum: Das Fasten im Monat Ramadan.
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Schahada: Das Glaubensbekenntnis der Muslime:
La ilaha illa 'llah; muhammad 'abduhu rasulu 'llah : "Ich bezeuge: Es gibt
keine Gottheit außer dem einzigen Gott;
Ich bezeuge: Mohammed ist der Gesandte Gottes."
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Scharia: Das islamische Religionsgesetz, das
auf den Koran, die Analogie, den Konsensus und die Tradition aufbaut.
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Schiiten: Vom arabischen Wort "Schia" "Partei".
Anhänger der Lehre, die Ali als den ersten rechtmäßigen
Nachfolger des Propheten anerkennt.
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Seldschuken: Türkische Dynastie, Anhänger
des sunnitischen Islam, die vom 11. bis 13. Jahrhundert weite Gebiete in
Zentralasien und Vorderasien beherrschte.
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Sufismus: Von dem arabischen Wort "suf" "Wolle",
die islamische Mystik.
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Sultan: Herrschertitel vom 11. Jahrhundert an,
den der Kalif verleihen konnte.
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Sunniten: Vom arabischen Wort "Sunna", "Gewohnheit,
Brauch", die Anhänger der Tradition, die an der Rechtmäßigkeit
der ersten vier Kalifen festhalten. Die Sunniten machen etwa 90 % aller
Muslime aus.
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Sure: Koranabschnitt, der Koran besteht aus 114
Suren.
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Tradition: Berichte über das vorbildliche
Wirken des Propheten und seiner Gefährten, welches als rechtsverbindlich
anerkannt wird
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