Die Bauernkriege
(1524/26)
Auslösendes Moment der Bauernaufstände war zum einen die Reformation, zum anderen zunehmende rechtliche, politische und soziale Repressionen seitens der Landesherren gegen die Bauern. 
Die Kämpfe zwischen den Bauern und Adel brachen 1524 in der Landgrafschaft Stühlingen (im südlichen Schwarzwald) aus und breiteten sich rasch auf ganz Süddeutschland außer Bayern aus, griffen nach Tirol und in die Steiermark, nach Franken und Thüringen über. 
Im Februar 1525 formulierten die schwäbischen Bauern ihre Forderungen in den zwölf Artikeln, die dann zum Manifest des ganzen Bauernaufstands wurden. Die Forderungen waren u. a. 
  • die Abschaffung der unterschiedlichsten Frondienste und der Leibeigenschaft, 
  • die Garantie einer gerechten Behandlung vor den landesherrlichen Gerichten und die 
  • Einführung der Reformation.
In Thüringen wurden die Bauern von Thomas Müntzer geführt, zunächst mit einigem Erfolg, aber im Mai 1525 wurde er mit seinem Bauernheer geschlagen, gefangengenommen, gefoltert und hingerichtet
Ähnlich verlief der Bauernkrieg in den anderen Regionen: Nach Anfangserfolgen, z. B. der Einnahme und Zerstörung von Burgen und Klöstern, wurden die Aufstände überall im Lauf des Jahres 1525 von Fürsten, Rittern, Landsknechten und vor allem auch vom Schwäbischen Bund niedergeworfen; nur in Österreich dauerte der Bauernkrieg noch bis zum folgenden Jahr an. 
[Bearbeitet nach: Microsoft Encarta 97
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