Johannes Eck
(1486-1543),
deutscher Theologe und scharfer Gegner der Reformation
Wie mit Eck diskutierte Luther auch mit Cajetan
Abb.: Kardinal Cajetan. 
Ferdinand Pauwels, 1872
Wartburg - Stiftung Eisenach
Eck hieß ursprünglich Johannes Mayer (oder Maier) und stammte aus Eck (Egg). 
1510 erhielt er einen Lehrstuhl für Theologie in Ingolstadt, den er 30 Jahre lang behielt. 
1519 forderte der Luther-Vertraute Karlstadt Eck zu einer öffentlichen Disputation heraus. Das Wortgefecht fand im Juni und Juli in Leipzig statt und wird daher Leipziger Disputation genannt. 
Themen waren u. a. 
  • die Stellung des Papstes, 
  • Buße, 
  • Fegefeuer und 
  • Ablass. 

  • Durch geschicktes Taktieren konnte Eck Luther zu Urteilen über die auf dem Konstanzer Konzil 1415 verworfenen Sätze von Jan Hus provozieren, so dass Luther wegen Häresie (Ketzerei) angeklagt werden konnte. 
1520 begab sich Eck nach Rom, wo er den Prozess gegen Luther vorantrieb, und veröffentlichte in päpstlichem Auftrag in Deutschland die Bannandrohungsbulle. Auch verteidigte er den Katholizismus 
1526 beim Religionsgespräch zu Baden
1530 am Augsburger Reichstag sowie
1540 und 1541 bei Religionsgesprächen in Worms und in Regensburg
Die Grundzüge seiner Lehre fasste Eck in seinem Enchiridion Locorum Communium adversus Lutheranos ( Handbüchlein der Gemeinplätze gegen die Lutheraner, 1525) zusammen.
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