Friedrich
war Kurfürst von Sachsen. Er war ein Enkel Friedrichs II. und
wurde 1463 auf Schloss Hartenfels in Torgau als erster Sohn des
Kurfürsten Ernst aus dem Hause der Wettinger geboren; er regierte
seit 1486 gemeinsam mit seinem Bruder Johann dem Beständigen.
Er trat für die Reichsreform ein und hatte ab 1500 den Vorsitz im
Reichsregiment. Er war ein Mann des friedlichen Ausgleichs und hielt sein
Herrschaftsgebiet in seiner Regierungszeit aus allen kriegerischen Verwicklungen
heraus.
Historische Bedeutung erlangte Friedrich aber vor allem als Förderer von Wissenschaft und Kunst. So machte er Wittenberg zur repräsentativen Residenz durch den Neubau von Schloss und Schlosskirche und die 1502 gegründete Universität. 1508 holte er Luther dorthin. Nach dem Tod Maximilianss I. lehnte Friedrich 1519 wegen seiner zu geringen Hausmacht die Kaiserkrone ab und entschied sich für Karl I. von Spanien, der als Karl V. zum Kaiser gewählt wurde. Der Schutz Martin Luthers vor der Kirchengerichtsbarkeit wurde zu Friedrichs historischem Verdienst. Er setzte sich für ihn ein und erwirkte dessen freies Geleit für sein Erscheinen auf dem Reichstag zu Worms (1521). Friedrich schützte Luther - obwohl er sich nicht öffentlich dzu desssen Lehre bekannte - auch dann noch, als dieser 1521 auf dem Wormser Reichstag in die Reichacht kam und gewährte ihm Zuflucht auf der Wartburg. Friedrich starb 1525 auf seinem Jagdschloss in Lochau. |
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