Hutten, Ulrich wurde geboren in Burg Steckelberg (bei Schlüchtern), gestorben auf der Insel Ufenau (Schweiz). Der aus einem fränkischen Rittergeschlecht stammende Hutten besuchte die Klosterschule in Fulda. Nachdem er an mehreren deutschen und italienischen Universitäten studiert hatte, diente er kurze Zeit in der Armee Maximilians I., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, der ihn 1517 zum Dichter krönte. Hutten war mit Erasmus von Rotterdam befreundet und hatte sich Johannes Reuchlin angeschlossen. Als Publizist trat Hutten gemeinsam mit Franz von Sickingen für den deutschen Patriotismus und die Souveränität des Kaisers gegenüber Papst und Adel ein. Er war ein begeisterter Anhänger Martin Luthers, dessen Lehre er in mehreren seiner Werke verteidigte. Zu seinen Verdiensten als Publizist gehört die Herausgabe der Schrift Lorenzo Vallas über die Konstantinische Schenkung und die Veröffentlichung der an Lukian angelehnten satirischen Dialoge in lateinischer und deutscher Sprache. Huttens politische Aktivitäten schufen eine Kluft zwischen ihm und seinem Herren. Nach dem gescheiterten Aufstand der mittelrheinischen Reichsritter musste er ins Exil in die Schweiz gehen, wo er mit Hilfe Ulrich Zwinglis unterkam. Hutten war der Hauptautor des zweiten Teils der satirischen Epistolae Obscurorum Virorum (1515- 1517), einem Angriff auf das Mönchstum. Weitere Werke sind Ars Versificandi (1511) und Vadismus (1520), eine öffentliche Verurteilung des päpstlichen Amtes.
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Tabellarische
Biographie:
Karl V. [Bearbeitet
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