Luthers Reise nach Rom
(1510)
Die Zeit in Erfurt wird vom Spätherbst 1510 bis zum Frühjahr 1511 durch eine Romreise unterbrochen. Anlass der Reise ist der Streit unter den Augustinern über die Zukunft der strengen Observanz. Generalvikar Johannes von Staupitz suchte nach einer Versöhnung der regelstrengen Klöster mit den beargwöhnten `laxen' Ordensbrüdern - unter heftigem Protest von sieben `renitenten Konventen', die unter der Führung Erfurts alles daransetzten, den angestrebten Ausgleich scheitern zu lassen. Die Reise nach Rom diente dem Protest gegen die angebliche Aufweichung der Observanz. Der Einspruch wurde zwar abgewiesen, der Widerstand gegen Staupitzens Pläne damit jedoch nicht gebrochen.

Im 15. Jahrhundert hatte die Peterskirche,  besonders nach dem Exil der Päpste in Avignon,  an Pracht eingebüßt und war baufällig  geworden.  Papst Nikolaus V. rief im Jahr 1452 zu Spenden  für den Bau eines neuen Gotteshauses auf. Der  Bau zog sich über mehr als 150 Jahre hin. Papst Leo X. schreibt dannn einen Ablass aus, dessen Vertreibung 1517 dem Bischof von Magdeburg, Mainz und Halberstadt ( Albrecht von Brandenburg) gestattet wird. Tetzel verbreitet den Ablassbrief. So kommt der Neubau des Petersdomes in Gang. Alle  bedeutenden Baumeister der Renaissance und  des Barock waren daran beteiligt: Bramante,  Raffael, Baldassare Peruzzi, Giuliano Sangallo,  Antonio Sangallo, Michelangelo, Vingola,  Giaccomo della Porta, Domenico Fontana, Carlo  Maderno und zuletzt Bernini
Martin Luther schreibt 1519 über seinen Rombesuch 1510: »... es steht also so um Rom, und doch kann kein noch so wichtiger Grund uns lösen und wegreißen von dieser Kirche. Im Gegenteil, je schlimmer die Dinge stehen, desto mehr müssen wir ihr beistehen und sie begleiten. Denn: sie verachten und sich von ihr trennen, das fördert überhaupt nichtsThese 81 von den »95 Thesen« lautet: »die freche Ablasspredigt macht es gelehrten Männern nicht leicht, das Ansehen des Papstes in Schutz zu nehmen.« 
Die Gefahren auf der Reise 
Natürlich birgt solch eine große Reise, wie Luther sie Anfang des 16. Jahrhunderts unternommen hat,  auch etliche Gefahren. So ist Luthers Besitz, Leib und Leben nicht nur durch Mitmenschen wie z. B. Räuber, sondern auch durch seine Umwelt gefährdet: umstürzende Kutschen (aufgrund von ungepflasterten Straßen) sind keine Seltenheit. 
Jedoch helfen Luther immer wieder Gelassenheit und Ruhe aus diesen gefahrvollen Situationen heraus. Auch der hohen Kriminalität in den Städten ist sich Luther sicher bewusst, schließlich gab es allein im Jahr 1.785.560 Morde in Rom. Er versucht Gefahren, wie Messerstechereien, Überfällen und nordafrikanischen Sklavenjägern so weit wie möglich aus dem Wege zu gehen. Aufgrund der schon oben genannten Missstände, der mangelhaften hygienischen Bedingungen, gibt es aber auch die Gefahr von Krankheiten, denen viele Menschen zum Opfer fallen. Viele von ihnen sterben an Pocken, Blattern, gelbem Fieber oder schlechtem Brunnenwasser. 

Das Forum Romanum war der Mittelpunkt des politischen Lebens in Rom bis zum Untergang des Westreichs 

Via Appia: Das Grab der Caecilia Metalla

.


Reste des Pons Aemilius aus dem Jahr 179 v. Chr. in dem heute »Ponte Rotto« genannten Brückenfragment über dem Tiber in Rom

Das Colosseum

Der Petersplatz.

Der Petersdom in Rom

Sixtinische Kapelle
Teil des späteren Deckengemäldes von Michelangelo

Die Engelsburg
Der Titusbogen
Rom - Ansichten:
http://www.tulane.edu/lester/text/Western.Architect/Rome/Rome.html
Ein Flash: http://www.jeanrichard.ch/flash/rom.html
| Reformationsseite | Religionsseite | Literaturseite | Philosophieseite | Privatsseite |