Luthers letzte Lebensjahre und Tod
(1540-46)

Die Judensau in Wittenberg
Diese Spottdarstellung, die die 
Juden in intimster Beziehung zu 
dem für sie "unreinen" Schwein 
darstellt, war im Mittelalter 
weit verbreitet.
Luthers Verhältnis zu Andersgläubigen, insbesondere zu den Juden, verschlechtert sich in diesen Jahren sehr. Der  der alternde Reformator verurteilt nun alle, die sich nicht bekehren lassen wollen. Aus dieser Stimmung ist vermutlich auch 1543 die stark antijüdische Schrift "Von den Juden und ihren Lügen" entstanden sein. 
Trotz vielerlei Enttäuschungen und trotz seiner vielen Leiden setzt er seine Predigttätigkeit jedoch fort.
Seine Lehrtätigkeit an der Wittenberger Universität führt er ebenfalls bis an sein Lebensende weiter.
Luthers Totenmaske
Totenmaske Luthers

Luthers Tod (1546)

In den letzten Lebensjahren hat Luther mit verschiedenen körperlichen Leiden zu kämpfen. Der von Krankheiten Gezeichnete bricht am 17.01.1546 zur letzten Reise seines Lebens in seine Geburtsstadt Eisleben auf, um dort Streitigkeiten in der Mansfelder Grafenfamilie zu schlichten. Die Verhandlungen enden erfolgreich.
Luther hat aber nicht mehr die Kraft nach Wittenberg zurückzukehren. 
Er stirbt am 18. Februar 1546 in Eisleben.
Nachdem der Sarg zwei Tage in Eisleben aufgebahrt wurde, wird er über Halle und Bitterfeld nach Wittenberg überführt.
Am 22. Februar wird Luther in der Schlosskirche zu Wittenberg beigesetzt.
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